Hochbeet aus Metall: Die Vor- und Nachteile (+Alternativen)

In den letzten Jahren sind Hochbeete aus Metall immer beliebter geworden. Sie bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Arten von Hochbeeten, aber sie haben auch einige Nachteile. In diesem Beitrag schauen wir uns die Vor- und Nachteile von Hochbeeten aus Metall genauer an, damit du entscheiden kannst, ob ein Metall Hochbeet das Richtige für dich ist. Außerdem gehen wir auf eine Alternative ein, die für deine Bedürfnisse besser geeignet sein könnte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf der Suche nach Hochbeeten aus Metall wirst du im Internet auf Hunderte Angebote stoßen. Nach Holz und Kunststoff ist Metall das am häufigsten verwendete Material für Hochbeete. Die Produkte sind in verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich.
  • Hochbeete aus Metall ist ein Oberbegriff, der mehrere vollkommen unterschiedliche Produkte verbindet. Dazu gehören zum Beispiel Hochbeete aus Stahlblech, Aluminium, Cortenstahl und Edelstahl. Bei den Produkten handelt es sich um Hochbeete für den Gartenbau und Modelle für Terrassen, Innenräume oder Balkone. 
  • Du kannst ein kleines Hochbeet aus Metall mit kaum 60 Liter Inhalt bereits für weniger als 50 Euro kaufen, während ein großes Hochbeet aus Cortenstahl weit mehr als 800 Euro kostet. Für ein durchschnittliches Produkt solltest du bis zu ca. 200 Euro einplanen. Neben dem Material entscheidet in erster Linie die Größe des Hochbeets über den Preis.

Hochbeete aus Metall: Welche Varianten gibt es?

Die Produkte werden nach Verwendungszweck und Material eingeteilt. 

Verwendungszweck

Hochbeete für den Garten

Bei diesen Produkten handelt es sich um Hochbeete im engeren Sinn. Sie bestehen aus mehreren Seitenwänden, die miteinander verbunden und auf das Gartenbeet oder das Erdreich gestellt werden. 

Es gibt keinen Boden, nur ein Schutzgitter gegen Wühlmäuse. Das Hochbeet wird mit dem Pflanzsubstrat gefüllt und bepflanzt. 

Hochbeete für Balkone & Terrassen

Bei diesen Produkten handelt es sich im Grunde genommen um Pflanzkübel, die auf Füßen stehen, so dass du dich bei den Pflegearbeiten nicht bücken musst. Der Kasten hat keine Verbindung zum Untergrund oder Erdboden. Dadurch kann so ein Hochbeet praktisch überall aufgestellt werden. 

Material 

Metall ist ein Sammelbegriff für verschiedene Materialien. Für Hochbeete aus Metall wird verwendet:

  • Stahlblech
  • Cortenstahl
  • Aluminium
  • Edelstahl

Stahlblech

Dieses Material wird häufig für Hochbeete verwendet, weil es günstig und sehr widerstandsfähig ist. Ungeschützter Stahl ist jedoch anfällig gegen Rost. Deshalb wird für Hochbeete entweder verzinktes oder pulverbeschichtetes Stahlblech verwendet. Die Schutzschicht hält viele Jahre. 

Cortenstahl

Der Werkstoff wird auch Edelrost genannt. Cortenstahl ist ein Spezialstahl, der für Outdoor entwickelt wurde. Er rostet zwar auch, der Rost haftet aber fest auf der Oberfläche und bildet einen Überzug, der den Stahl darunter schützt. Der Name Edelrost kommt von der dekorativen rotbraunen Farbe von Cortenstahl. 

Aluminium

Gegenüber Stahl hat Aluminium gleich 2 Vorteile. Es ist wesentlich leichter und korrodiert nicht. Ein Hochbeet aus Aluminium benötigt keinen zusätzlichen Korrosionsschutz. Allerdings ist Aluminium nicht so fest wie Stahl und auch die silberne Farbe passt nicht in jede Umgebung. 

Edelstahl

Dieser Werkstoff wird nur selten für Hochbeete verwendet. Edelstahl ist die Bezeichnung für verschiedene Stahllegierungen, die durch den Zusatz von anderen Metallen wie Vanadium oder Molybdän widerstandsfähig gegen Korrosion gemacht wurden. Edelstahl ist zwar sehr robust und korrosionsbeständig, dafür aber auch teuer. 

Die Vorteile von Hochbeeten aus Metall

  • Produkte aus diesem Material lassen sich leicht aufbauen. Die Hochbeete werden in der Regel entweder bereits montiert oder aus Einzelteilen geliefert, die einfach zusammengeschraubt werden. 
  • Die Metallteile altern nicht. Sie bekommen keine Risse oder Löcher, werden nicht spröde und sind unempfindlich gegen Sonnenlicht und UV Strahlung. 
  • Hochbeete aus Metall widerstandsfähig gegen Ungeziefer. An einer Stahlwand beißt sich auch die größte Wühlmaus die Zähne aus. 
  • Metall benötigt kaum Pflege. Ab und zu Staub und Schmutz abwischen genügt. 
  • Hochbeete aus diesem Material haben eine lange Lebensdauer.

Die Nachteile von Hochbeeten aus Metall

  • Das Aussehen von Hochbeeten aus Metall passt nicht in jede Umgebung. Sie wirken kühl und sachlich. 
  • Hochbeete aus Metall sind schwerer als solche aus Holz oder Kunststoff. 
  • Im Vergleich mit Hochbeeten aus Holz oder Kunststoff sind sie wesentlich teurer. Das trifft insbesondere auf Hochbeete aus Aluminium, Edelstahl oder Cortenstahl zu.
  • Metall leitet die Wärme gut. Hochbeete aus Metall heizen sich im Sommer stark auf. Dadurch erwärmt sich das Pflanzsubstrat und die Pflanzen benötigen mehr Wasser.
  • Metall lässt sich zwar recyceln, benötigt aber bei der Herstellung sehr viel Energie und ist daher nicht umweltfreundlich. 

Alternativen zu Hochbeeten aus Metall

Als Alternativen zu Metall kommen mehrere Werkstoffe in Frage. 

Holz

Dieser Werkstoff wird am häufigsten für die Fertigung von Hochbeeten verwendet. Das liegt daran, dass die Hölzer, die für Hochbeete verwendet werden, aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. 

Holz ist ein nachhaltiger, da nachwachsender Rohstoff, der in großen Mengen zur Verfügung steht. Er ist relativ günstig und lässt sich gut bearbeiten. 

Holz besitzt ausgezeichnete physikalische Eigenschaften. Es ist robust und dämmt die Wärme gut. Sein Aussehen ist ansprechend.

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Nachteilig ist die Empfindlichkeit gegen Nässe. Bei ständiger Nässe verrottet und schimmelt es schnell. Imprägnierungen oder Anstriche helfen nur vorübergehend und sind oft giftig. 

Um die Lebensdauer von Hochbeeten aus Holz zu verlängern, solltest du einen Abfluss vorsehen, damit keine Staunässe entstehen kann und den Kasten mit Folie auskleiden. 

Kunststoff 

Auch dieses Material wird relativ oft als Alternative zu Hochbeeten aus Metall verwendet. Kunststoff hat die Vorteile, dass er leicht und fest ist. Im Verhältnis zum Volumen ist Kunststoff der leichteste aller Werkstoffe für Hochbeete. 

Gleichzeitig ist Kunststoff korrosionsbeständig. Ein Hochbeet aus Kunststoff benötigt kaum Wartung und Pflege. Pflanzensäfte und gängige Haushaltschemikalien können ihm nichts anhaben. 

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Natürlich hat Kunststoff auch Nachteile. Er reagiert empfindlich auf lang anhaltende Sonneneinstrahlung 

Der UV-Anteil im Sonnenlicht zerstört die langen Molekülketten, aus denen Kunststoff besteht. Dadurch wird das Material spröde und brüchig und zerfällt nach einiger Zeit buchstäblich zu Pulver. 

Kunststoff ist zudem schädlich für die Umwelt. Er wird aus Erdöl hergestellt, einem Rohstoff, der nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht. 

Da Kunststoff nicht korrodiert, zersetzt er sich in der Natur nur langsam und lässt sich nur schwer recyceln. 

Beton & Naturstein

Betrachtet man lediglich die mechanische Festigkeit, eignen sich beide Werkstoffe gut als Material für Hochbeete. Beton und Naturstein sind sehr robust und langlebig. 

Ein daraus gefertigtes Hochbeet hält praktisch für die Ewigkeit. Die Oberfläche sieht ansprechend aus und passt in beinahe jedes Ambiente. 

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Trotzdem werden Beton oder Natursteine nur selten für Hochbeete verwendet. Das liegt an ihrem größten Nachteil: das hohe Gewicht. 

Ein Kubikmeter Beton kann bis zu 2.000 kg wiegen. Bei Naturstein ist es ähnlich. 

Selbst ein kleines Hochbeet aus Beton bringt (ohne Pflanzsubstrat) schon mehrere Hundert Kilogramm auf die Waage. Das ist viel zu schwer für einen normalen Balkon. 

Hochbeete aus Beton oder Naturstein eignen sich eher für die Terrasse oder den Garten. 

Jan ist ein Gartenliebhaber, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Er ist Experte für alles, was mit Gartenbau zu tun hat, und liebt es, sein Wissen mit anderen zu teilen. Wenn Jan nicht gerade schreibt oder ein gutes Buch liest, kann man Jan in seinem Garten antreffen, wo er sich um seine Pflanzen und Blumen kümmert.

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