Pflanzen im Winter: Die 6 besten Tipps (+ 19 Winterpflanzen)

Deine Zimmerpflanzen sind nicht immun gegen lebensbedrohliche Herausforderungen während des Winters, auch wenn sie in einem temperaturkontrollierten Klima leben. Zimmerpflanzen, egal ob es sich um ganzjährige Zimmerpflanzen handelt oder um Pflanzen, die du zum Überwintern ins Haus geholt hast, können von Faktoren wie Temperaturen, die von der Tageshitze zur Abendkühle schwanken, trockener Luft, kurzen Tagen und begrenztem Licht betroffen sein. Sorge dafür, dass deine Zimmerpflanzen gut gedeihen, indem du ihre Pflege in den kühleren Monaten des Jahres änderst.

Tipp #1: Passe deine Bewässerungsroutine an

Es mag kontraintuitiv klingen, aber Zimmerpflanzen brauchen im Winter weniger Wasser. Es stimmt zwar, dass die Luft im Winter trockener ist, aber die Pflanzen wachsen in den kälteren Monaten langsamer und manche gehen sogar in einen Ruhezustand über. Daher brauchen Pflanzen weniger Wasser, um hydriert zu bleiben, und Überwässerung kann zu Wurzelfäule führen. Denke daran, dass verschiedene Pflanzen unterschiedliche Wasserbedürfnisse haben – trockenheitstolerante Kakteen und andere Sukkulenten müssen vielleicht gar nicht gegossen werden.

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Oberflächliche Erde kann in den Wintermonaten schneller austrocknen, aber das ist kein guter Indikator dafür, dass die Pflanze Wasser braucht. Drücke deinen Finger in die Erde, um festzustellen, ob sie ein oder zwei Zentimeter unter der Oberfläche trocken ist – dann ist es an der Zeit, die Gießkanne herauszuholen.

Tipp #2: Verwende kein kaltes Wasser

Verwende kein kaltes Wasser, um deine Zimmerpflanzen zu gießen. Verwende Wasser, das ungefähr Zimmertemperatur hat, um die Wurzeln der Pflanze nicht zu schockieren.

Tipp #3: Luftfeuchtigkeit ändern

Eine niedrige Luftfeuchtigkeit kann die größte Hürde sein, die Zimmerpflanzen im Winter überwinden müssen. Die Luftfeuchtigkeit in beheizten Häusern kann im Winter auf 10 bis 20 Prozent sinken, und Pflanzen bevorzugen eine Luftfeuchtigkeit, die näher an 50 Prozent liegt. Wenn du einen Luftbefeuchter in deinem Haus hast, stelle deine Pflanzen an einen Ort, an dem sie die Vorteile genießen können. Wenn du keinen Luftbefeuchter hast, erhöhe die Luftfeuchtigkeit auf andere Weise.

Beginne damit, deine Pflanzen in Gruppen zu gruppieren. Pflanzen geben auf natürliche Weise Wasser durch ihre Blätter ab, indem sie transpirieren, und wenn du sie in Gruppen aufstellst, wird diese Feuchtigkeit gut genutzt. Badezimmer und Küchen sind die besten Räume, um deine Pflanzen zu versammeln, da sich dort die meiste Feuchtigkeit durch Duschen und kochendes Wasser ansammelt.

Schale mit Wasser

Eine weitere gute Option ist der alte Trick, deine Pflanzen auf oder in die Nähe einer Schale mit Wasser zu stellen. Aber lass die Pflanzen nicht direkt im Wasser sitzen. Lege Kieselsteine oder Steine in die Schale, um den Boden der Töpfe über den Wasserspiegel in der Schale anzuheben und stelle die Töpfe auf die Steine.

Das Besprühen ist eher dazu geeignet, dem Gärtner ein gutes Gefühl zu geben, als den Pflanzen zu nützen. Du denkst vielleicht, dass du deinen Pflanzen etwas Erleichterung verschaffst, aber das Besprühen ist nur ein vorübergehender Feuchtigkeitsstoß.1 Um effektiv zu sein, müsstest du mehrmals am Tag besprühen, um wirklich einen Nutzen zu sehen, da die Temperaturen in Innenräumen die Feuchtigkeit schnell verdampfen lassen. Wenn du nur ein paar Pflanzen hast und du denkst, dass du sehr gewissenhaft mit dem Besprühen umgehst, kannst du es versuchen. Es ist schwer, eine Zimmerpflanze zu sehr zu benebeln. In feuchten Sommern kann das Beschlagen von Pflanzen zu Pilzproblemen führen, aber das sollte im Winter kein Problem sein.

Tipp #4: Achte auf die Temperatur

Die meisten Pflanzen fühlen sich, genau wie Menschen, bei Tagestemperaturen zwischen 65 und 75 Grad Fahrenheit und Nachttemperaturen über 50 Grad Fahrenheit wohl. Um das für deine Pflanzen zu gewährleisten, solltest du sie sowohl von kalter Zugluft als auch von Wärmequellen wie Heizkörpern, Öfen, Kaminen und elektronischen Geräten fernhalten.1 Temperaturschwankungen können Zimmerpflanzen genauso leicht töten wie längere Hitze- oder Kälteperioden.

Tipp #5: Folge der Sonne

Im Winter gibt es nicht nur weniger Sonnenstunden, sondern die Strahlen kommen auch in einem niedrigeren Winkel herein. Möglicherweise musst du deine Zimmerpflanzen an einen helleren Ort stellen oder sogar zusätzliches Licht hinzufügen. Ein guter Platz ist ein nach Süden oder Westen ausgerichtetes Fenster, das den ganzen Tag über sonnig ist. Stelle deine Pflanzen jedoch nicht zu nah an ein frostiges Fenster, da sie sonst einen Luftzug bekommen könnten.

Drehe die Töpfe etwa eine 1/4 Drehung, wenn du deine Pflanzen gießt. Das sorgt dafür, dass alle Seiten der Pflanze etwas Sonne abbekommen und gleichmäßig wachsen, anstatt dass sich einige Zweige strecken, um das Licht zu erreichen.

Tipp #6: Setze deine Zimmerpflanzen auf eine Diät

Da deine Pflanzen nicht aktiv wachsen, brauchen sie auch keinen Dünger. Sie jetzt zu füttern, würde nur ihren natürlichen Zyklus durcheinander bringen, also stelle die Fütterung bis zum Frühlingsanfang ein. Wenn du Anzeichen von neuem Wachstum siehst oder die vorhandenen Blätter zu grünen beginnen, nimm die Düngung wieder auf, um ihnen einen Schub für die Wachstumsperiode zu geben.

Die 19 besten Pflanzen für den Winter

Fülle deinen Wintergarten mit Duft, Farbe und Silhouette! Lass den Garten nicht kahl und schlafend über die kalten Monate gehen. Mit diesen winterblühenden Pflanzen wirst du deine Töpfe und Blumenrabatten im Handumdrehen aufhellen.

Heidekraut-Winterblüher-Pflanze-Erika

Winterblühendes Heidekraut ist eine brillante Pflanze für niedrig wachsende Strukturen. Sie sieht auch in Töpfen fantastisch aus und kommt mit rosa, weißen und lila Blüten daher.

JAPANISCHE QUITTE

Auch bekannt als Chaenomeles, ist dies ein winterharter, verholzter Strauch. Er besitzt dornige Zweige, die sowohl im Winter als auch im zeitigen Frühjahr becherförmige Blüten tragen.

WINTER-ACONITES

Diese Pflanze hat schöne gelbe Blüten und eignet sich für den Anbau unter Laubbäumen und Sträuchern. Sie bevorzugen einen reichen, feuchten Boden.

STIEFMÜTTERCHEN

Winterblühende Stiefmütterchen sind ein Grundnahrungsmittel des Gärtners – ideal zum Füllen von Töpfen und Fensterkästen für einen Farbklecks, den man von drinnen sehen kann.

Alpenveilchen

Alpenveilchen sind Winterhelden, die man vom Herbst bis zum Frühling zum Blühen bringen kann. Die Blüten gibt es in verschiedenen Rot-, Rosa- und Weißtönen. Sie sehen fantastisch in Töpfen oder unter Bäumen gepflanzt aus.

HELLEBORUS

Helleboren sind oft als Weihnachtsrosen bekannt, weil sie mitten im Winter blühen können. Halte Ausschau nach H. Orientalis-Sorten in Weiß, Grün und sogar Dunkelrot für spektakuläre Farben.

DOGWOOD

Cornus ist ein kleiner, holziger Strauch, der für seine farbenfrohen kahlen Stämme im Winter angebaut wird. Halte Ausschau nach C. alba sibirica für rote Stämme und C. sericea ‚Flaviramea‘ für gelbe Rinde.

VIBURNUM

Es gibt eine große Auswahl an Viburnum-Pflanzen für die Winterfärbung. Halte Ausschau nach immergrünen Sorten wie V. burkwoodii. Ansonsten ist Viburnum x bodnantense ‚Dawn‘ auch ein brillanter Laubstrauch mit stark duftenden rosa Blüten.

HEXENHASEL

Die Zaubernuss wird wegen ihrer drahtigen Blüten an den Zweigen angebaut. Hamamelis x intermedia ‚Diane‘ hat rote Blüten, ‚Jelena‘ ist kupferfarben und ‚Pallida‘ ist am besten gelb.

MAHONIA

Eine atemberaubende Reihe von immergrünen Sträuchern, die allgemein als Berberitze bekannt sind. Sie tragen sonnengelbe Blütentrauben über einem Laub aus sattgrünen Blättern.

WINTERKIRSCH

Prunus subhirtella autumnalis (Winterblühende Kirsche) ist ein Zierkirschbaum, der vom Spätherbst bis zum frühen Frühling blassrosa Blüten trägt.

SCHNEEGRÖSCHEN

Schneeglöckchen können die ersten Blumen sein, die sich im neuen Jahr öffnen und wachsen gerne unter Bäumen und Sträuchern. Halte Ausschau nach Galanthus nivalis für einen waldigen Stil und nach dem eleganten G. ‚Magnet‘ für Blüten, die in der Brise tanzen.

WINTER-JASMIN

Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) ist eine kletternde Pflanze mit gelben, sternförmigen Blättern, die leicht mit Drähten oder Spalieren als Kletterpflanze erzogen werden kann. Sie sind perfekt für Torbögen oder klettern einfach über niedrige Mauern.

DAFFODILS

Einige Narzissen kommen so früh, dass sie im Winter blühen können. Halte Ausschau nach Narcissus ‚Rijnveld’s Early Sensation‘ ab Januar und ‚February Gold‘, die etwas später blüht.

CROCUS

Krokusblüten sind ein Zeichen dafür, dass der Winter verblasst und der Frühling kommt. Ihre aufrechten, becherförmigen Blüten sehen in Töpfen, Rabatten und zwischen dem Rasen toll aus.

CHIONODOXA

Glory of the Snow kann sogar blühen, wenn Schnee auf dem Boden liegt. Züchte C. luciliae für sternförmige blaue oder rosa Blüten mit weißer Mitte.

DAPHNE

Dieser Strauch hat intensiv duftende Blüten im Winter und frühen Frühling. Halte Ausschau nach D. odora und D. bholua und pflanze sie in der Nähe von Toren und Türöffnungen.

CLEMATIS

Cirrhosa ist eine winterblühende, immergrüne Clematis. C. cirrhosa var. purparescens ‚Freckles‘ blüht zuerst mit cremefarbenen glockenförmigen Blüten und gesprenkelten Blütenblättern. Du kannst auch die mallorquinische C. cirrhosa var. Balearica ausprobieren.

SCHWERTLILIE UNGUICULARIS

Auch bekannt als die algerische Iris, produziert diese Pflanze duftende violette Blüten mit gelben und weißen Mustern.

SARCOCOCCA

Gemeinhin als Süssbuchs bekannt, kann ihr intensiver Duft vom ganzen Garten aus wahrgenommen werden. Er produziert winzige duftende cremefarbene Blüten im Winter, gefolgt von glänzenden schwarzen Beeren.

STACHYURUS PRAECOX

Dieser große sommergrüne Strauch hat im Winter hängende Blütentrauben, die bei Bestäubern sehr beliebt sind. Diese winterharte, pflegeleichte Pflanze kann bis zu 4m hoch werden.

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Fazit

Gib deinen Zimmerpflanzen das Nötigste, um sie durch den Winter zu bringen, aber mach nicht zu viel Aufhebens um sie und töte sie nicht mit Freundlichkeit. Halte ein Auge auf frühe Anzeichen von Problemen, zu denen auch Schädlinge gehören können, selbst im Winter. Warte jedoch, bis die Wachstumsperiode wieder beginnt, bevor du sie umtopfst oder Stecklinge nimmst. Betrachte den Winter als Nebensaison für deine Zimmerpflanzen und lass sie ruhen.

Jan ist ein Gartenliebhaber, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Er ist Experte für alles, was mit Gartenbau zu tun hat, und liebt es, sein Wissen mit anderen zu teilen. Wenn Jan nicht gerade schreibt oder ein gutes Buch liest, kann man Jan in seinem Garten antreffen, wo er sich um seine Pflanzen und Blumen kümmert.

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