Benzin und Diesel lagern: Die besten Möglichkeiten

Deutschland ist Weltmeister. Das bezieht sich nicht nur auf die Exporte, sondern auch auf die Preise für Strom und Kraftstoffe. Nirgendwo in Europa sind Benzin und Diesel so teuer wie in Deutschland. 

Das bringt den einen oder anderen Autofahrer auf die Idee, im Ausland günstig Kraftstoff einzukaufen und sich daheim einen Vorrat für Notzeiten anzulegen. Im Prinzip ist das zwar möglich, aber nicht ohne Risiko, da beide Kraftstoffe leicht brennbar und gesundheitsschädlich sind. 

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber eine Reihe von Vorschriften erlassen, die strenge Auflagen zu diesem Thema machen. In diesem Ratgeber stellen wir dir die wichtigsten Vorschriften vor. 

Wie müssen Benzin und Diesel gelagert werden?

Beide Kraftstoffe dürfen nur in Kanistern gelagert werden, die der DIN-Norm 7274 oder der DIN-Norm 16904 entsprechen. Die Kanister müssen unzerbrechlich sein und sich luftdicht verschließen lassen, damit keine Dämpfe austreten können. 

Die Kanister müssen gegen Umfallen gesichert sein. Kunststoffkanister sind für eine längere Lagerung ungeeignet, da sie nicht luftdicht schließen und sich der Kraftstoff dadurch verändert.

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Lagerung und Transport von Benzin und Diesel in allen anderen Behältern wie Flaschen oder Container aus Glas oder Kunststoff ist verboten!

Lagerung von Kraftstoffen im Auto

Der Gedanke liegt nahe, den Kraftstoff dort zu lagern, wo er gebraucht wird; im Auto. Der Gesetzgeber ist auf diesem Gebiet erstaunlich großzügig. 

Offiziell darf man bis zu 240 l Benzin im Auto mitführen! Voraussetzung ist jedoch, dass man das Benzin in genormten Kanistern mitführt, die luftdicht verschlossen sind. 

Das maximale Fassungsvermögen eines Kanisters darf 60 l nicht übersteigen. Theoretisch könntest du also 4 Kanister zu je 60 l mitführen. 

Die Kanister müssen so gesichert sein, dass sie nicht umfallen können. In der Praxis rät der ADAC jedoch, maximal 10 l Benzin oder Diesel im Fahrzeug mitzuführen. 

Das Mitführen größerer Mengen ist einfach zu gefährlich. Bei einem Unfall könnte sich das Auto in eine rollende Bombe verwandeln. 

Außerdem besteht die permanente Gefahr, dass kleine Mengen an Kraftstoff austreten und die Dämpfe die Insassen vergiften. 

Lagerung von Kraftstoffen in der Garage

Der Gesetzgeber erließ Regelungen für die Lagerung von Kraftstoffen in Kleingaragen. Das sind alle Garagen mit einer Grundfläche von weniger als 100 Quadratmetern, was auf fast alle privaten Garagen zutreffen dürfte. 

In Kleingaragen darfst du maximal 20 l Benzin oder 200 l Diesel lagern. Die Menge an Diesel ist größer, weil er weniger leicht entflammbar ist als Benzin. 

Die Lagerung darf nur in genormten Kanistern erfolgen, die luftdicht schließen, bruchsicher und feuerfest sind. Mit anderen Worten bedeutet das: die Lagerung in Kunststoffkanistern ist nicht gestattet. 

Die Kanister müssen so gelagert werden, dass sie nicht umfallen können. 

Lagerung von Kraftstoffen in Kellerräumen

Willst du Benzin oder Diesel im Keller lagern, sind die Vorschriften noch strenger. Dort macht der Gesetzgeber keinen Unterschied zwischen Benzin und Diesel. 

Er legt fest, dass in Kellerräumen maximal 20 l brennbare Flüssigkeiten gelagert werden dürfen. Das schließt Benzin, Diesel, aber auch Farbverdünner, Petroleum und Waschbenzin mit ein. 

In Mehrfamilienhäusern sind sogenannte Gemeinschaftskeller weit verbreitet. Das sind große Kellerräume, die durch Bretterwände in einzelne Kellerabteile unterteilt werden. 

Im Sinne des Brandschutzes zählen diese Kellerverschläge nicht als separate Kellerräume. Die Höchstmenge von 20 l bezieht sich auf alle Kellerräume zusammen. 

Du müsstest dich mit den anderen Mietern in Verbindung setzen und herausfinden, ob jemand ebenfalls brennbare Flüssigkeiten in seinem Kellerverschlag lagert. 

Wo ist die Lagerung verboten?

In Wohnräumen darf maximal 1 l brennbare Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 21° C (Gefahrenklasse A1) gelagert werden. Auf Dächern, Dachböden, in Durchgängen, Treppenhäusern und gemeinschaftlich genutzten Räumen ist die Lagerung verboten, weil das Gefährdungspotential zu hoch ist. 

Was passiert, wenn Mieter gegen die Bestimmungen verstoßen? 

Fällt bei einer Kontrolle auf, dass der Mieter gegen die Bestimmungen verstößt und die zulässige Menge zur Lagerung von Benzin oder Diesel überschreitet, liegt laut § 535 BGB eine vertragswidrige Benutzung vor. 

Der Vermieter hat das Recht, den Mieter aufzufordern, die überschüssigen Mengen an Kraftstoffen zu entfernen oder die Lagerungsbedingungen so zu ändern, dass sie den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. 

Kommt der Mieter der Aufforderung innerhalb einer angemessenen Frist nicht nach, hat der Vermieter das Recht, das Mietverhältnis laut § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB wegen Vertragsverletzung zu kündigen.  Besteht eine akute Brand- oder Explosionsgefahr, ist sogar eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses möglich. 

Kommt es aufgrund der gelagerten Kraftstoffe zu einem Feuer oder einer Explosion oder wird ein solches durch die brennbaren Flüssigkeiten verstärkt, verlierst du mit großer Wahrscheinlichkeit auch deinen Versicherungsschutz. 

Kommt es zu größeren Sachschäden oder werden gar Personen verletzt oder getötet, kommen nicht nur die Brandermittler der Polizei, sondern die Versicherungsgesellschaften entsenden ihre eigenen Spezialisten, die den Unfallhergang akribisch untersuchen. 

Als Folge können massive Schadensersatzforderungen oder in Extremfällen sogar Haftstrafen auf die Schuldigen zukommen. Im Endeffekt ist es besser, sich an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten. 

Sie wurden schließlich nicht erlassen, um die Bürger zu gängeln, sondern um die Gesundheit und das Eigentum der Menschen zu schützen.

Jan ist ein Gartenliebhaber, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Er ist Experte für alles, was mit Gartenbau zu tun hat, und liebt es, sein Wissen mit anderen zu teilen. Wenn Jan nicht gerade schreibt oder ein gutes Buch liest, kann man Jan in seinem Garten antreffen, wo er sich um seine Pflanzen und Blumen kümmert.

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