Buchenhecke: Arten, Anpflanzen & Unterschiede zur Hainbuche

Die Buchenhecke ist eine beliebte Hecke, die sowohl privat als auch öffentlich gepflanzt werden kann. Es gibt viele verschiedene Arten von Buchen, die alle unterschiedliche Eigenschaften haben. Es ist wichtig, die richtige Art von Buche für die jeweilige Hecke zu wählen.

Buchenhecken Arten

Bei Buchenhecken unterscheidet man zwischen der Rotbuche, der Hainbuche und der Blutbuche. Die Rotbuche ist die größte und robusteste Art und wächst am besten auf nährstoffreichen Böden. Sie eignet sich daher besonders gut für die Heckenpflanzung an Straßen und Wegen. Die Hainbuche ist die beliebteste Buchenart. Sie wächst schnell, ist wind- und wetterfest und bleibt auch auf schlechten Böden verholzt. Die Blutbuche ist die edelste Buchenart. Sie wird bis zu 30 Meter hoch und benötigt viel Platz.

Hainbuche

Die Hainbuche (Carpinus betulus) ist ein laubabwerfender Baum, der zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) gehört. Er wird bis zu 25 Meter hoch und ist sehr gut schnittverträglich, so dass er auch als Hecke gepflanzt werden kann. Die Hainbuche gedeiht an fast allen Standorten und benötigt nur in sehr langen sommerlichen Trockenphasen eine zusätzliche Bewässerung. Sie ist ganzjährig attraktiv und farbenfroh.

Rotbuche

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist eine laubabwerfende Baumart aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Metern zählt sie zu den großen Bäumen. Ihre Krone ist aufrecht und breit. Die Borke ist anfangs glatt, später rissig und graubraun. Die Blätter sind einfach, fünflappig und stumpf gezahnt. Die Blüten erscheinen im Mai/Juni in langstieligen Rispen an den Zweigen. Sie sind grünlichweiß bis hellrosa und duften stark nach Honig. Die Früchte reifen im Herbst und fallen von allein ab. Sie sind etwa walnussgroß, glatt und gelb bis rotbraun gefärbt.

Die Rotbuche bevorzugt lockeren, nährstoffreichen Lehmboden an sonnigen Standorten. Sie ist sehr gut frosthart und kann auch in windigen Lagen wachsen. Der Minimalpflegeaufwand macht die Rotbuche zu einer idealen Hecke für alle, die wenig Zeit haben oder keine Lust auf viel Gartenarbeit haben. Außerdem bietet die Hecke Schutz vor Wind und Sichtverbindungen schafft sie gleichzeitig.

Blutbuche

Die Blutbuche ist eine besondere Art der Buche, die durch ihre satt-rote Blattfärbung hervorsticht. Sie hat einen kalkarmen, nährstoffreichen und lehmhaltigen Boden benötigt, um optimal zu wachsen. An anderen Standorten zeichnet sie sich auch durch ihre exzellente Wuchsfreude aus und kann nach einigen Jahren einen bis zu vier Meter hohen Wind- und Sichtschutz bilden.

Unterschiede zwischen Hainbuche und Buchenhecke.

Die Unterschiede zwischen der Hainbuche und der Buchenhecke sind zunächst einmal in der Familie, aus der die Heckenpflanzen stammen, zu finden. Die Hainbuche wird auch als Carpinus Betulus bezeichnet und stammt aus der Familie der Birkengewächse. Die Buchenhecke hingegen, mit dem fantastischen lateinischen Namen Fagus Sylvatica oder Grünbuche, stammt von der Buche ab und gehört somit zur Familie der Buchengewächse.

Ein weiterer entscheidender Unterschied ist die Wuchsform. Die Hainbuche wächst buschig und kompakt, während die Buchenhecke etwas höher wird und einen straffer aufrechteren Wuchs hat. Außerdem blüht die Hainbuche bereits im ersten Jahr nach dem Anpflanzen, wohingegen die Buchenhecke erst nach mehreren Jahren blüht.

Die Farbe des Laubes ist ebenfalls unterschiedlich: Die Blätter der Hainbuche sind grün mit einem leicht rötlich schimmernden Stiel, wohingegen die Blätter der Buchenhecke eher dunkelgrün sind.

Standortansprüche von Hain- und Rotbuche

Die Hainbuche (Carpinus betulus) ist sehr bodentolerant und wächst an sonnigen bis halbschattigen Plätzen im Garten. Sie toleriert auch etwas mehr Schatten als die Rotbuche (Fagus sylvatica). Die Rotbuche hingegen kommt weder auf sauren, nährstoffarmen Sandböden noch auf zu feuchten Böden zurecht. Auch ein heißes, trockenes Stadtklima schätzen sie gar nicht. Der optimale Boden für Rotbuchen ist nährstoffreich und frisch mit einem hohen Lehmanteil.

Wie pflegt man Buchenhecken richtig?

Buchenhecken sollten zweimal im Jahr geschnitten werden, einmal im zeitigen Frühjahr und dann noch ein zweiten Mal zum Sommeranfang. Bei beiden Schnittzeitpunkten ist die Buchenhecke sehr schnittverträglich und kann fast in jede beliebige Form gebracht werden. Für ein gutes Heckenwachstum ist es wichtig, dass die Buche regelmäßig geschnitten wird. Zudem sollte man beachten, dass die beste Pflanzzeit für Buchenhecken der Herbst ist. Bei der Pflanzung von Buchenhecken sollte man dieselben Vorgehensweisen anwenden, wie bei allen laubabwerfenden Heckenpflanzen.

Schritt für Schritt Anleitung: So pflanzt man eine Buchenhecke

1. Die Wahl der richtigen Gehölze ist entscheidend für eine gute Buchenhecke. Hainbuchen (Carpinus betulus) sind robust und anpassungsfähig, vertragen auch schattige Standorte und wachsen schnell.

2. Für die Hecke sollte ein Pflanzgraben ausgehoben werden, der etwa eineinhalbmal so tief und breit ist wie die Wurzeln der Sträucher selbst. Zusätzliches Lockern der Grabensohle erleichtert den Pflanzen das Anwachsen.

3. Die Wurzeln der Sträucher müssen vor dem Setzen gekürzt und verletzte Partien entfernt werden – dies ist besonders wichtig für die spätere Aufnahme von Wasser und Nährstoffen.

4. Die Gehölze sollten im gewünschten Pflanzabstand entlang einer Schnur verteilt werden, damit genügend Material zum Setzen vorhanden ist.

5. Das Setzen der Heckenpflanzen geht am besten zu zweit: Eine Person hält die Sträucher, während die andere die Erde einfüllt – auf diese Weise lassen sich Abstände und Pflanztiefe optimal einhalten. Die Hainbuchen sollten genauso hoch gepflanzt werden, wie sie vorher in der Baumschule standen.

6. Nach dem Antreten der Sträucher sollte man sie durch leichtes Ziehen und Schütteln noch etwas ausrichten. Ein kräftiger Rückschnitt verzweigt die Hecke gut und macht sie dichter – deshalb die frisch gesetzten Hainbuchen etwa um die Hälfte einkürzen.

7-8 Mulchschicht aus Rindenkompost schließlich als Abschluss bildet: Sie unterdrückt den Unkrautwuchs und schütz den Boden vor Austrocknung

Juli ist begeisterter Gärtner, der seine Liebe zu Pflanzen zu seinem Beruf gemacht hat. Er arbeitet seit über 5 Jahren in der Gartenbaubranche und hat sich einen Ruf als einen sachkundigen Experten auf diesem Gebiet erarbeitet. Wenn er nicht gerade Kunden berät oder Artikel schreibt, kann man Juli in seinem eigenen Garten beobachten. Er liebt nichts mehr, als einen sonnigen Tag im Freien zu verbringen, umgeben von seinen geliebten Pflanzen.

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