Zucchini auf Kompost pflanzen – So gehts (Anleitung)

Zucchini auf den Kompost zu pflanzen, ist eine gute Idee, da es Vorteile sowohl für die Pflanzen als auch für den Komposthaufen bringt. Der Aufwand, den Sie damit haben, ist verhältnismäßig gering, der Nutzen jedoch sehr groß. Besonders in kleinen Gärten, in denen jeder Quadratmeter zählt, nutzen Sie den Komposthaufen, um von einer kleinen Fläche eine reiche Ernte leckerer Früchte zu erzielen. Falls Sie keine Zucchinis mögen, können Sie auch Gurken oder Kürbis auf den Kompost pflanzen.

Ist es sinnvoll, Zucchini auf den Kompost zu pflanzen?

Gartenfreunde sind sich oft nicht einig, ob sie den Komposthaufen bepflanzen sollen oder nicht. Einige befürworten es, andere sind dagegen. Klar ist, dass es keine allgemein gültige Antwort auf diese Frage gibt. Das Bepflanzen des Komposts hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Wenn Sie den Komposthaufen bepflanzen wollen, sollten Sie ein paar grundlegende Dinge beachten. Zum Bepflanzen eignen sich nur offene Komposter, da das Gemüse dort genügend Licht und Wärme bekommt.

Bei geschlossenen Kompostern wie Thermokompostern und Schnellkompostern können Sie höchstens den Standort bepflanzen und zum Beispiel mit Kletterpflanzen oder einer Hecke für einen natürlichen Sichtschutz sorgen. Zudem brauchen Gemüsepflanzen Zeit und Ruhe zur Entwicklung. Wenn Sie den Anbau von Zucchini oder anderen Gemüsepflanzen auf dem Kompost planen, müssen Sie mehrere Komposthaufen anlegen, um die Pflanzen in ihrer Entwicklung nicht zu stören.

Einen benutzen Sie zur Kompostierung der frischen Abfälle, auf dem anderen kann der Kompost reifen und den reifen Kompost benutzen Sie zur Aussaat oder Anbau von Gemüse. Zum Anbau auf fertigen Kompost ist, neben anderen Gemüsearten, Zucchini besonders gut geeignet, weil er ein nährstoffreiches Substrat benötigt, wie es der Kompost bietet.

  • Das Gemüse gehört zu den sogenannten Starkzehrern. Viel nährstoffreicher Humus ist notwendig, damit die Zucchinipflanzen gut wachsen können. Daher ist es sinnvoll, Zucchini direkt auf den Kompost zu pflanzen.
  • Das Gemüse bevorzugt einen sonnigen Standort und hohe Temperaturen. Beides findet es auf dem Kompost vor. Zugleich sorgen die breiten Blätter der Pflanzen für eine Beschattung des Komposts. Das verhindert zu hohe Temperaturen und reduziert die Verdunstung.
  • Die Wurzeln der Zucchinepflanzen lockern den Kompost auf und sorgen für eine gute Belüftung. Das erspart Ihnen das Umsetzen.
  • Die Blüten der Gemüsepflanzen sehen sehr dekorativ aus. Sie verschönern den Komposthaufen. Die breiten Blätter verstecken die Abfälle. Außerdem sollen die gelben Blüten nicht nur schön aussehen, sonder sogar eine Delikatesse sein.
  • Zuchinipflanzen sind zweihäusig. Das bedeutet, einige Pflanzen bringen männliche Blüten hervor, andere weibliche Blüten. Wollen Sie eine reiche Ernte bzw. überhaupt eine Ernte, benötigen Sie 2 junge Zucchinipflanzen, eine männliche und eine weibliche.
  • Auf nährstoffreichen Boden wachsen die Pflanzen sehr stark. Sie können den Kompost verschatten und dadurch die Kompostierung verlangsamen, selbst wenn es sich um einen warmen Standort handelt.

Zucchini auf Kompost pflanzen – So gehen Sie vor

Zuchhini auf Kompost pflanzen

Pflanzen Sie Zucchini aufm Kompost, werden Sie nicht nur mit den dekorativen Blüten belohnt, sondern können auf eine reiche Ernte hoffen, wenn Sie einige Dinge beachten.

Der Standort

Die Pflanzen benötigen einen sonnigen Standort und viel Wärme. Nur an einem warmen Standort mit viel Sonne entwickeln sich die Pflanzen richtig. Im Halbschatten oder gar im Schatten bringen die Pflanzen nur Blätter und Blüten hervor. Gemüse werden Sie kaum ernten. Aussaat oder Anbau erfordert reifen Kompost.

Die Aussaat

Sie können die Pflanzen sowohl aussähen als auch als Jungpflanzen einsetzen. Allerdings ist die direkte Aussaat ins Freie in der Regel nicht zu empfehlen. Besser ist es, wenn Sie vorgezogene Pflanzen ab Ende April oder nach den Eisheiligen Mitte Mai einsetzen. Sie können junge Zucchinipflanzen einfach in der Gärtnerei oder im Gartencenter kaufen oder Sie säen im April den Samen in größere Töpfe und beginnen damit, sie im Haus vorzuziehen. Setzen Sie die Jungpflanzen in ausreichend großen Abstand zueinander, da sie Ranken bilden und viel Platz benötigen.

Jede Pflanze benötigt ungefähr 1,5 – 2 m² Platz. Der Abstand zwischen 2 Pflanzen sollte 80 – 100 cm nicht unterschreiten

Die Pflege

Zucchinipflanzen benötigen nur wenig Pflege. Der Anbau in Garten und Auspflanzen Kompost ist leicht möglich. Der Boden sollte locker und gut mit organischem Dünger versorgt sein. Das trifft auf fertigen Kompost zu. Achten Sie darauf, dass der Boden feucht ist. Darum Zucchini regelmäßig gießen.

Die Ernte

Ernte Zucchini

Das Gemüse gilt als sehr ertragreich. Schon eine oder zwei Zucchinipflanzen bringen eine reiche Ernte. Je nach dem Wetter sind die ersten Früchte bereits nach 6 – 8 Wochen reif. Am besten schmecken die jungen Früchte. Sie sind erntereif, wenn sie eine Größe von 15 – 20 cm erreicht haben. Die Erntezeit reicht von Juni bis Oktober. Nach der Ernte entwickeln sich die Blüte erneut, aus der sich auch wieder Früchte entwickeln.

Nicht nur Menschen, auch Schnecken lieben Zucchinis. Wollen Sie unbeschädigte Früchte ernten, sollten Sie darum um die Pflanzen einen Schneckenzaun ziehen oder Schneckenköder auslegen. 

Die Verwendung

Das Zucchinis sehr vielseitig sind, ist Ihnen sicher bekannt. Viele Leute haben für die Zubereitung der Früchte ihre individuellen Rezepte. Wussten Sie aber, dass man auch Zucchiniblüten essen kann? Sie sind sogar eine ausgesprochene Delikatesse. Für die Zubereitung werden bevorzugt die männlichen Blüten verwendet, weil sie sowieso keine Früchte ansetzen. Sie sind kleiner als die weiblichen Blüten. Prinzipiell eignen sich aber auch die weiblichen Blüten zum Verzehr. Sie schmecken angenehm nussig und können roh als Salat oder gefüllt und gebacken gegessen werden. Für den Verzehr nimmt man die ungeöffneten Blüten und entfernt vorher den Stempel.

Weitere Gemüsepflanzen für den Kompost

Zucchinis sind bei weitem nicht die einzigen Pflanzen, die Sie direkt auf dem Komposthaufen anbauen können. Zu den Gemüsearten, die Sie auf den Kompost pflanzen können, gehören auch andere Starkzehrer wie zum Beispiel:

  • Gurken
  • Kürbis
  • Tomaten

Bepflanzen Sie niemals frisch angesetzten Kompost. Bei der Verrottung entstehen hohe Temperaturen, die zur Schädigung der Keimlinge führen. Die Pflanzen bilden nur einen dünnen Stängel aus. Achten Sie auf das richtige Gleichgewicht zwischen Kohlenstoff und Stickstoff. Zuviel Kohlenstoff führt zu bitteren Früchten. 

Gurke auf dem Kompost pflanzen

Gurke Kompost

Gurken haben ähnliche Ansprüche an Standort und Wärme wie Zucchinis. Deshalb eignen sie sich ebenfalls zur Bepflanzung des Komposthaufens. Sie können Jungpflanzen entweder in der Gärtnerei oder im Gartencenter kaufen oder sie daheim ab Mitte April im Haus vorziehen. Die Aussaat im Freiland ist nicht empfehlenswert, weil die Entwicklung der Pflanzen zu lange dauert. Für jede ausgewachsene Pflanze müssen Sie eine Rankhilfe vorsehen.

Gurken benötigen viel Wasser. Bei Trockenheit sollten Sie am Morgen gießen. Verwenden Sie Wasser mit Zimmertemperatur. Die Erntezeit im Freiland beginnt ab Juli. Reißen Sie Gurken niemals vom Stängel, sondern schneiden sie immer mit einem scharfen Messer ab.

Gurken, Kürbis und Zucchinis gehören zur selben Pflanzenfamilie (Kürbisgewächse). Sie vertragen sich nicht miteinander, da sie Konkurrenten sind. 

Kürbis auf dem Kompost pflanzen

Kürbis auf Kompost pflanzen

Neben Zucchinis ist auch der Kürbis eine Pflanze, die gut für den Kompost geeignet ist, da er einen hohen Bedarf an Nährstoffen hat und ähnliche Ansprüche an den Standort stellt. Kürbis ist für den Kompost wie geschaffen, weil für die Pflanzen auf dem eigentlichen Gemüsebeet oft kein Platz wäre. Außerdem profitiert der Kompost von den Kürbispflanzen, da ihre breiten Blätter Schatten spenden und die Wurzeln das Substrat belüften.

Sie können Kürbis ab April im Haus aussäen und die Jungpflanzen ab Mitte Mai ins Freiland setzen. Nach den Eisheiligen können Sie Kürbis auch direkt ins Freiland aussäen.

Setzen Sie Kürbis nicht direkt auf den Komposthaufen. Die Pflanzen haben einen enormen Nährstoffbedarf und würden den Kompost auslaugen. Der beste Platz ist am Fuß des Komposthaufens. Dort kann der Kürbis die Nährstoffe aus dem Sickerwasser aufnehmen.

Pro Pflanze müssen Sie etwa 3 m² Platz einplanen. Kürbis hat einen hohen Wasserbedarf. Eine ausgewachsene Pflanze benötigt an einem heißen Tag bis zu 10 l Wasser.  Wenn das Wachstum im Herbst stoppt, hören Sie auch mit dem Gießen auf.

Erntezeit ist je nach Sorte zwischen Ende August und Ende Oktober. Einen reifen Kürbis erkennen Sie an seiner harten Schale, der für die Sorte typischen Färbung und dem hohlen Klang, wenn Sie mit der flachen Hand auf den Kürbis schlagen.

Juli ist begeisterter Gärtner, der seine Liebe zu Pflanzen zu seinem Beruf gemacht hat. Er arbeitet seit über 5 Jahren in der Gartenbaubranche und hat sich einen Ruf als einen sachkundigen Experten auf diesem Gebiet erarbeitet. Wenn er nicht gerade Kunden berät oder Artikel schreibt, kann man Juli in seinem eigenen Garten beobachten. Er liebt nichts mehr, als einen sonnigen Tag im Freien zu verbringen, umgeben von seinen geliebten Pflanzen.

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