Kompost rattensicher machen: 5 Hausmittel gegen Ratten

Ratten im Kompost bekämpfen, ist relativ einfach. Lassen Sie sich nicht täuschen, wenn Sie nur einzelne Ratten sehen. Die Population ist in Wahrheit viel größer. Noch besser als die Ratten zu bekämpfen, ist jedoch, dem Eindringen von Ratten vorzubeugen. Bei starkem Befall sollten Sie sich auf jeden Fall der Hilfe eines professionellen Schädlingsbekämpfers bedienen.

Welche Ratten und Mäuse befallen den Kompost?

Ratten im Garten können zu einem Problem werden. Gekochte Essensreste im fertigen Kompost stellen für sie im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen dar.

Um gezielte Maßnahmen gegen Ratten im Kompost oder Komposter einleiten zu können, müssen Sie aber zunächst einmal wissen, womit Sie es zu tun haben.

Laien passiert es immer wieder, dass sie Ratten und Mäuse miteinander verwechseln. Besonders Jungtiere der einzelnen Arten sind nicht leicht zu unterscheiden.

Die wichtigsten Nagetiere, die im oder am Kompost regelmäßig anzutreffen sind:

Die einst häufige Hausratte ist dagegen fast verschwunden. Sie wurde durch die Wanderratte verdrängt.  

Die Angst vor Ratten beruht zum großen Teil auf den Hausratten, weil sie keine Scheu vor Menschen haben und im Mittelalter die Pest verbreiteten.

Wanderratten

Die Nager sind deutlich größer als die seltenen Hausratten. Wanderratten können inklusive Schwanz bis zu 50 cm lang werden und im ausgewachsenen Zustand bis zu 500 g wiegen.

Ihr Fell ist grau bis graubraun gefärbt. Anzeichen für Ratten sind ihre Kotbrocken, die ca. 8 – 20 mm groß und länglich geformt sind.

Hausratten sind kleiner und dunkel, fast schwarz, gefärbt. 

Feldmaus

Sie gehören zu den häufigsten Nagern überhaupt. Alle 2 – 3 Jahre kommt es zu einer Massenvermehrung. Feldmäuse haben eine bräunlich gefärbte Oberseite und eine weißliche Bauchseite.

Der Körper kann bis 12 cm, der Schwanz bis 4 cm lang werden. Im Verhältnis zum Körper ist er kürzer als bei Ratten.

Feldmäuse fressen an Gemüse und Erdbeeren und nagen die Rinde von Obstbäumen an.

Schermaus

Die Tiere werden auch Wühlmäuse genannt. Sie sind größer als Feldmäuse, aber kleiner als Ratten. Von letzteren unterscheiden sie sich durch den im Verhältnis zum Körper kürzeren Schwanz.

Ihr Fell ist langhaarig, glatt und glänzend. An der Oberseite ist es meist dunkelbraun, an der Unterseite heller, fast weiß.

Schermäuse fressen vor allem Wurzeln, Knollen, Blumenzwiebeln und Kräuter.

Spitzmaus

Es gibt mehrere Arten davon. Spitzmäuse sind keine Nagetiere, sondern Insektenfresser.

Spitzmäuse sind keine Schädlinge, sondern im Garten sehr nützlich, weil sie Insekten und Schnecken vertilgen!

Sie erkennen die Tiere leicht an ihrer spitzen Schnauze. Wenn Sie Mäuse oder Ratten im Komposthaufen vermuten, überzeugen Sie sich immer zuerst, dass es sich nicht um Spitzmäuse handelt.

Warum sollte man Ratten bekämpfen?

Ratten bekämpfen

Wenn Sie das Auftreten von Ratten auf Ihr Grundstück vermuten, weil beispielsweise die Gelben Säcke zernagt sind oder Kotspuren sichtbar sind, sollten Sie nicht zögern, sondern sofort mit Bekämpfungsmaßnahmen beginnen.

Ratten sind eine Gefahr für die Gesundheit

Die Tiere leben in Schmutz und Unrat und übertragen eine Reihe von Krankheiten. Dazu gehören unter anderem Gelbsucht, Typhus und Borreliose. In einigen Bundesländern ist ein starker Befall durch Ratten meldepflichtig.

Ratten richten enormen wirtschaftlichen Schaden an

Bei diesem Punkt geht es weniger darum, dass sie Obst und Gemüse fressen, sondern vielmehr, dass sie ständig nagen müssen, weil ihre Zähne dauernd wachsen. Sie zernagen Komposter, Gartengeräte, ja selbst Stromkabel. Was sie nicht zernagen, verschmutzen sie.

Ratten vermehren sich explosionsartig

Wenn Sie eine oder zwei Ratten vom Kompost verscheuchen, bedeutet das, Sie haben längst eine Rattenplage. Experten schätzen, dass auf jede Ratte, die man zufällig sieht, 20 weitere kommen, die unsichtbar bleiben, weil die Tiere scheu sind und sich gut verstecken können. Unternehmen Sie nichts, kommen die Nagetiere bald bis ins Haus.

5 Hausmittel gegen Ratten und Mäuse

Die Bekämpfung von Ratten und Mäusen ist relativ einfach. Bekämpfung bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, die Tiere zu töten, sondern sie entweder zu vertreiben oder zu verhindern, dass sie sich im Kompost einnisten.

1. Bodengitter gegen Ratten und Mäuse

Kompostmieten, Schnellkomposter und Thermokomposter haben in der Regel keinen Boden. Das ist gewollt, damit Mikroorganismen, Würmer, Käfer und Asseln eindringen und die Abfälle kompostieren können.

Ratten und Mäuse nutzen das aus und graben sich Gänge in das Innere. Ein Bodengitter versperrt ihnen den Zugang. Wenn dieses Zubehör nicht zum Lieferumfang gehört, können Sie es sich aus verzinktem Maschendraht selbst bauen.

Alternativ können Sie auch einen Komposter mit Bodenplatte wählen.

Stellen Sie den Komposterbehälter aber nicht auf eine Unterlage aus Steinen oder Beton, da sonst die nützlichen Lebenwesen nicht hinein gelangen können. 

2. Keine Essensreste kompostieren

Wenn Sie Speisereste, Brot, Backwaren, Fleisch und Ähnliches auf den offenen Komposthaufen werfen, stellen Sie Fressen für Ratten und Mäuse zur Verfügung. Es ist fast so, als ob Sie für die Nager ein Festbankett geben würden.

Die Tiere haben einen feinen Geruchssinn und wittern Futter schon aus weiter Entfernung. Darüber hinaus locken Essensreste auf dem Kompost auch Fliegen an.

3. Heißrotte begünstigen

Die Heißrotte wird so bezeichnet, weil in dieser intensiven Phase der Kompostierung Temperaturen bis zu +70°C entstehen können. Während der Heißrotte werden die Abfälle rasch zersetzt und verlieren dadurch für Ratten und Mäuse ihre Anziehungskraft.

Sie profitieren ebenfalls davon, weil Sie nicht so lange auf den fertigen Kompost warten müssen.

4. Nager häufig stören

Damit ist natürlich nicht gemeint, dass Sie Ihre Musikanlage aufbauen und neben der Kompostmiete eine Party feiern sollen. Vielmehr sollten Sie öfter am Kompost arbeiten und sich um ihn kümmern, sodass Sei es den Ratten ungemütlich machen.

Experten raten beispielsweise, den Komposthaufen alle 2 – 3 Monate umzusetzen und regelmäßig mit einem Kompostthermometer die Temperatur im Inneren zu messen. Durch die häufigen Arbeiten an der Kompostmiete vertreiben Sie die Nager, weil sie sehr scheu sind.

Wenn Sie sich um den Komposthaufen kümmern, anstatt ihn sich selbst zu überlassen, läuft die Kompostierung besser ab und Sie erhalten schneller reifen Kompost.

5. Geruchsbildung verhindern

Das ist eines der bewährtesten Hausmittel gegen Ratten. Sie verhindern das Auftreten von Ratten, indem Sie die Tiere erst gar nicht anlocken.

Was für Menschen ein unangenehmer Geruch ist, wirkt für Ratten so anziehend, wie für Menschen der Geruch von Grillfleisch und Bratwürsten, den der Wind aus dem Nachbargarten herüberweht.

Geruchsbildung verhindern Sie, indem Sie keine Essensreste auf den Komposthaufen werfen und ihn regelmäßig umsetzen. Dadurch vermeiden Sie Fäulnis und Schimmelbildung.

Fallen gegen Ratten

Der Einsatz von Fallen ist ein umstrittenes Hausmittel gegen Ratten, da es wenig effektiv ist. Es eignet sich höchstens bei schwachem Befall durch einzelne Ratten.

Schlagfallen

Die Geräte werden auch Bügelfallen genannt, weil sie einen starken Bügel besitzen, der durch eine Feder gespannt wird. Beim Auslösen der Falle saust er herunter und tötet das Tier.

Im Garten befindliche Ratten lassen sich durch Schlagfallen kaum bekämpfen. Die Tiere sind intelligent und meiden die Fallen nach wenigen Einsätzen.

Zudem besteht die Gefahr, dass Haustiere oder Kinder beim Spielen die Schlagfallen auslösen und sich verletzen können.

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Lebendfallen

Sie eignen sich bei schwachem Befall mit Ratten. Eine Lebendfalle ist ein stabiler Käfig mit einer Klapptür und einem Köder.

Die Ratte geht in den Käfig, um den Köder zu fressen. Die Tür klappt zu und die Ratte ist gefangen. Da sie nicht getötet oder verletzt wird, ahnen die Tiere nicht, dass von der Lebendfalle eine Gefahr ausgeht.

Ein Problem stellt jedoch das weitere Vorgehen dar, weil viele Menschen Abscheu vor Ratten haben. Experten raten, die Ratte mindestens 1 Kilometer vom Garten entfernt auszusetzen.

Allerdings müssen Sie dabei die Tür der Lebendfalle öffnen und riskieren, gebissen zu werden (Tollwut). Alternativ können Sie die Ratte auch ertränken. Das ist nichts für jedermann.

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Juli ist begeisterter Gärtner, der seine Liebe zu Pflanzen zu seinem Beruf gemacht hat. Er arbeitet seit über 5 Jahren in der Gartenbaubranche und hat sich einen Ruf als einen sachkundigen Experten auf diesem Gebiet erarbeitet. Wenn er nicht gerade Kunden berät oder Artikel schreibt, kann man Juli in seinem eigenen Garten beobachten. Er liebt nichts mehr, als einen sonnigen Tag im Freien zu verbringen, umgeben von seinen geliebten Pflanzen.

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