Hundekot auf Kompost: Darf Hundekot auf den Kompost?

Hundekot stellt ein großes Problem dar. In Großstädten fallen jedes Jahr Tausende Tonnen davon an, deren Entsorgung nicht nur Kosten verursacht, sondern auch die Umwelt belastet.

Wenn Sie zu den glücklichen Menschen gehören, die einen Garten besitzen, sind Sie zur Entsorgung des Hundekots nicht auf öffentliche Mülleimer angewiesen. Anstatt den Kotbeutel in einen öffentlichen Mülleimer zu deponieren, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur umweltfreundlichen Entsorgung offen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr zum Thema.

Darf Hundekot auf den Kompost?

Diese Frage wird kontrovers diskutiert. Einige Gründe sprechen dafür, Bellos Hinterlassenschaften auf den Komposter zu werfen, andere Gründe sprechen eher dagegen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie am besten mit dem Problem umgehen.

Welche Gründe sprechen für das Kompostieren von Hundekot?

Im Prinzip ist der Kot von Hunden und Katzen organisches Material, das beim Verrotten im Komposthaufen zu fertigen Kompost verwandelt wird. Im Vergleich zu anderen organischen Bestandteilen enthält der Kot von Hunden viel Stickstoff.

Das bedeutet, er ist ein ausgezeichnetes Düngemittel, weil Pflanzen Stickstoff lieben. Den Mikroorganismen, die Abfälle im Komposthaufen abbauen, geht es nicht anders.

Sie benötigen viel Stickstoff. Stickstoffhaltiges Material wie Hundekot beschleunigt die Kompostierung. Interessanterweise ist in industriell hergestellten Kompostbeschleuniger beispielsweise auch Geflügeldung als Stickstoffquelle enthalten.

Darüber hinaus befürworten Umweltschützer das Kompostieren des Hundekots, weil er ein großes Problem im öffentlichen Raum darstellt. In Parks und Grünanlagen ist die Beseitigung der Hinterlassenschaften mühsam, eklig und verursacht hohe Kosten für die Kommunen.

Da ist es besser, den Kot umweltfreundlich daheim im Garten auf den Kompost zu legen. Dort erfüllt Hundekot als Dünger einen nützlichen Zweck und landet nicht auf der Müllkippe, was bei der Deponierung in öffentlichen Mülleimern der Fall ist.

Trotzdem sollten Sie aus hygienischen Gründen den Kot lieber nicht auf den Komposthaufen geben. Wenn Sie ihn schon kompostieren wollen, sollten Sie den daraus gebildeten Kompost nicht als Dünger für Gemüse verwenden.

Welche Gründe sprechen gegen das Kompostieren des Hundekots?

Hundekot Im Komposter

Kot ist ein besonderes organisches Material, das nicht mit anderen organischen Abfällen verglichen werden kann. Menschen haben nicht ohne Grund eine instinktive Abscheu vor Kot.

Sie kommt daher, weil Kot, ganz besonders Kot von Fleischfressern, besonders stark mit Keimen und Krankheitserregern belastet ist. Er enthält Eier von Parasiten, die sehr widerstandsfähig sind.

Durch den Kot der Tiere können folgende Krankheiten übertragen werden:

  • Fuchsbandwurm
  • Hundebandwurm
  • Hundespulwurm

Der Fuchsbandwurm und der Hundebandwurm können für Menschen besonders gefährlich werden. Erkrankungen mit diesen Parasiten sind meldepflichtig.

Die Eier der Parasiten werden mit dem Kot ausgeschieden. Eine Eigenheit des Hundekots besteht darin, dass bei seiner Zersetzung keine sehr hohen Temperaturen entstehen.

Sie erreichen maximal noch nicht einmal +60°C. Das ist nicht hoch genug, um die Eier abzutöten. Die Übertragung auf den Menschen kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.

Beim Arbeiten mit Kompost, der Kot enthält, kann es zu einem direkten Kontakt des Menschen mit den Eiern der Parasiten kommen. Sind sie erst einmal an den Händen, haben sie leichtes Spiel.

Auf indirektem Weg ist ebenfalls eine Infektion mit den häufigsten inneren Parasiten des Hundes möglich. Diese Möglichkeit besteht, wenn Kompost, der Kot erhält, zum Düngen von Gemüse oder Obst wie Erdbeeren verwendet wird.

Wird das Gemüse roh gegessen, ohne es gründlich zu waschen, können die Eier von Würmern in den menschlichen Körper gelangen.

Was können Sie tun, um das Risiko zu minimieren?

Am einfachsten und wirksamsten ist das Einhalten einfacher hygienischer Maßnahmen. Dazu gehört an erster Stelle das Händewaschen.

Waschen Sie sich immer nach der Gartenarbeit gründlich die Hände. Vergessen Sie das Händewaschen auch zwischendurch nicht, wenn Sie bei der Arbeit etwas essen.

Benutzen Sie Seife und/oder Desinfektionsmittel. Waschen Sie rohes Gemüse vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser oder schälen Sie es als Alternative.

Gehen Sie mit Ihrem vierbeinigen Freund regelmäßig zum Tierarzt und lassen Sie den Hund entwurmen. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder in Ihrem Haushalt leben oder regelmäßig zu Besuch kommen.

Umweltfreundliches Recyclen des Hundekots

Für Hundebesitzer, die keinen Garten haben, ist es nicht einfach, den Hundekot umweltfreundlich zu entsorgen. In der Regel werden die Hinterlassenschaften ihres Lieblings in einen Plastikbeutel gepackt und dann in den nächsten Mülleimer oder in einen der Eimer für das Hundeklo geworfen.

Von dort kommen sie auf die Mülldeponie und werden am Ende verbrannt. Das trägt zur Vergrößerung der Müllberge und zur Erhöhung des CO²-Ausstoßes bei.

Es gibt aber auch umweltfreundliche Methoden zur Beseitigung des Hundekots.

Ab auf den Komposthaufen!

Diese Option ist kein Widerspruch zu den weiter oben gemachten Aussagen. Aus rein biologisch-technischer Sicht ist eine Kompostierung des Hundekots relativ einfach möglich, wenn Sie ein paar spezielle Dinge beachten.

Der Anteil des Hundekots sollte nicht zu hoch sein. Mischen Sie ihn gut mit anderen organischen Substanzen wie Rasenschnitt, Küchenabfälle und Strauchschnitt.

Graben Sie den Komposthaufen mindestens einmal pro Woche um, damit das Substrat gut belüftet wird. Dadurch läuft die Kompostierung intensiv ab und tötet durch die hohen Temperaturen die meisten Krankheitserreger.

Benutzen Sie den Kompost zum Düngen des Rasens, für Gehölze und Sträucher oder für die Blumenbeete, jedoch nicht für Gemüse.

Diese Methode hat jedoch den Nachteil, dass die Parasiten nicht hundertprozentig abgetötet werden.

Im Garten vergraben

Das ist wahrscheinlich die beste und bequemste Methode zur umweltfreundlichen Beseitigung des Hundekots. Sammeln Sie die Häufchen in abbaubaren Kotbeuteln und vergraben Sie diese einfach im Rasen, unter Bäumen oder Sträuchern.

Dort verrotten sie schnell und Sie müssen sich weder über den Gestank noch über Fliegen ärgern. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion ist sehr gering.

Der Wurmkomposter

Wussten Sie, dass Kompostwürmer gern Hundekot fressen? Die Würmer haben keine Zähne und bevorzugen deshalb weiches Material, wie beispielsweise Kot.

Der Kot enthält viele Nährstoffe. Die Würmer wachsen schneller und werden größer als wenn sie mit Küchenabfällen gefüttert werden.

Der Wurmkomposter stinkt nicht und produziert fruchtbaren Wurmhumus. Den können Sie zum Düngen von Bäumen, Sträuchern, Hecken, Stauden und Blumenbeeten benutzen.

Juli ist begeisterter Gärtner, der seine Liebe zu Pflanzen zu seinem Beruf gemacht hat. Er arbeitet seit über 5 Jahren in der Gartenbaubranche und hat sich einen Ruf als einen sachkundigen Experten auf diesem Gebiet erarbeitet. Wenn er nicht gerade Kunden berät oder Artikel schreibt, kann man Juli in seinem eigenen Garten beobachten. Er liebt nichts mehr, als einen sonnigen Tag im Freien zu verbringen, umgeben von seinen geliebten Pflanzen.

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