Mähroboter wie lange mähen? – Die optimale Mähdauer

Das System von einem Mähroboter basiert darauf, dass sie am besten täglich mähen. Je nach Hersteller und Modell können die hoch technisierten Gartenhelfer zwischen 12 und 24 Stunden am Tag mähen. Wie lange Mähroboter mähen können, hängt von der Werkseinstellung beziehungsweise der Softwareeinstellung ab, die die tägliche Mähdauer begrenzt. Auch während des Auftankens an der Ladestation mäht der Roboter natürlich nicht.

Wie lange muss der Mähroboter mähen?

Die Dauer, die ein Mähroboter wie lange mähen soll oder kann, hängt von seiner Größe beziehungsweise Leistung ab. Hier sind die Flächenleistung oder Flächenkapazität gemeint, die die Hersteller für ihre jeweiligen Modelle angeben. Dieser Wert gibt an, wie groß die Fläche ist, die der Mähroboter unter idealen Bedingungen schafft. Die optimale Mähdauer ist so, dass der komplette Rasen entweder täglich oder alle zwei Tage gemäht ist. Hier ist die angegebene Flächenleistung nur ein Anhaltspunkt. Tatsächlich gibt es die idealen Bedingungen äußerst selten, die da wären:

Punkt #1: Gartenform

Die ideale Gartenform ist aus Sicht der Hersteller quadratisch beziehungsweise rechteckig. In komplexen Gärten mit vielen Ecken benötigt ein Mähroboter länger, da er öfter seine Richtung wechseln muss und etwas Zeit benötigt, um seinen Weg zu finden.

Punkt #2: Geländeform

Auf einem vollständig ebenen Rasen kommt ein Mähroboter natürlich rascher voran, als wenn es Steigungen gibt. An Steigungen bewegt sich der Roboter zwangsläufig langsamer und benötigt mehr Energie, deshalb muss er häufiger seine Mähzeit an der Ladestation unterbrechen.

Punkt #3: Hindernisse

Jedes Hindernis oder jede Engstelle bremst den Mähroboter aus. Denn er muss stoppen beziehungsweise ausweichen oder zurücksetzen, um seine Richtung zu ändern. Geschieht das häufig, geht die Flächenleistung logischerweise in den Keller.

Punkt #4: Rasensorte

Am einfachsten tut sich der Roboter, wenn sich die Rasensorte leicht schneiden lässt und wenn sie keinen Turbogang beim Wachsen hat. Um robustere Rasensorte zu schneiden, benötigt der Mähroboter natürlich mehr Kraft, wodurch sich der Akku schneller entleert.

Punkt #5: Wetter

Extreme Hitze, Kälte, Gewitter, Hagel oder Regen zwingen Mähroboter zur Pause, damit die empfindliche Elektronik und Bauteile keinen Schaden nehmen. Manche Modelle mit Regensensor lassen sich so programmieren, dass sie erst ab einer bestimmten Niederschlagsmenge das Mähen einstellen. Größere Roboter haben auf nassem Gras Schwierigkeiten an Steigungen.

Punkt #6: Maximale Mähzeit

Wie lange ein Mähroboter am Tag maximal mähen kann, wird von der vom Hersteller verwendeten Software begrenzt. Gerade kleinere Modelle sind zum Beispiel auf 12 oder 13 Stunden am Tag begrenzt, größere können zwar ununterbrochen arbeiten, müssen dafür regelmäßig an die Ladestation.

Die maximale Mähzeit hängt zudem von der Jahreszeit ab. Im Hochsommer sollte nicht während der heißen Mittagsstunden gemäht werden. Das tut dem Roboter und dem Rasen nicht gut. Die Vormittag- und Abendstunden sind daher optimal.

Ferner sind Vorschriften einzuhalten, was vor allem den Punkt Lärm betrifft. Hier ist die Geräte- und Lärmschutzverordnung (Bundes-Immissionsschutzgesetz) zu beachten.

In Wohngebieten liegt die maximale Lautstärke zwischen 50 und 55 Dezibel am Tag sowie zwischen 35 und 40 Dezibel in der Nacht. Sofern der Mähroboter diese Werte nicht überschreitet, ist der Einsatz am Wochenende, feiertags sowie nachts demnach möglich. Letzteres sollte allerdings unbedingt vermieden werden, da es häufig zu Verletzungen von tierischen Gartenbesuchern kommt, die nachtaktiv sind, wie zum Beispiel Igel.

Während klassische Rasenmäher unter die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung fallen und nur zu bestimmten Zeit betrieben werden dürfen, gilt dies für selbstfahrende Mähroboter nicht. Denn die Verordnung bezieht sich lediglich auf handgeführte oder anders sitzend geführte Geräte. Daher dürfen Rasenroboter theoretisch auch am Wochenende, an Feiertagen sowie nachts mähen.

Allerdings müssen dabei die gesetzlich vorgeschriebenen Werte eingehalten werden, die in der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) geregelt sind.

Ebenso kann jede Gemeinde ihre eigenen Verordnungen erlassen. 

Punkt #7: Messer

Stumpfe Messer machen nicht nur ein unsauberes Schnittbild, sie verlangen vom Mähroboter auch mehr Leistung ab, was wieder auf die Akkulaufzeit geht.

Mähroboter wie lange im Herbst mähen

Der Mähroboter sollte im Herbst bis ungefähr Mitte bis Ende Oktober mähen. Sobald die Temperaturen dauerhaft um 10 Grad liegen, verlangsamt sich das Wachstum der Gräser, bei 6 Grad und weniger geht der Rasen in die Winterruhe. Dann ist es Zeit, den Mähroboter zu warten und zu überwintern.

Der letzte Schnitt sollte bei 4 Zentimetern liegen. Mit dieser Halmlänge hat der Rasen einen gewissen Schutz vor Kälte und kann vom Schnee nicht platt gedrückt werden. Dadurch lassen sich Krankheiten und Pilzbefall vermeiden. Weil der letzte Schnitt bei Kälte nicht mehr verrottet, sollte er entfernt werden.

Thomas Ringhofer ist Diplomingenieur (FH) im Bereich Gartenbau und ausgebildeter Landschaftsgärtner mit einem umfangreichen fachlichen und handwerklichen Know-how. Als Redaktionsleiter und gelernter Redakteur kann Thomas Ringhofer auf eine vielseitige und langjährige Erfahrung bei verschiedenen Tageszeitungen und im privaten Hörfunk in den unterschiedlichsten Themenbereichen zurückgreifen. Aktuell ist er als Angestellter im öffentlichen Dienst unter anderem verantwortlich für die Pressearbeit. Seit rund zehn Jahren verfasst Thomas Ringhofer darüber hinaus für verschiedene Magazine und Websites Berichte und Artikel, unter anderem für Gartenpanda.de.

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