Orchidee schimmelt: Lösungen gegen Schimmel auf Orchideen

Ich persönlich pflege schon seit vielen Jahren Orchideen. Dabei habe ich schon den ein oder anderen Schimmelpilz entdeckt, den ich mit einfachen Mitteln entfernen konnte. Möchten auch Sie die wunderschöne Blütenpracht der Orchidee über viele Monate lang genießen?

Hier findet Schimmel keinen Platz. Warum aber schimmelt eine Orchidee überhaupt? Häufig passiert das, wenn die Pflanze zu oft und mit zu hohen Mengen an Wasser gegossen wird. Orchideen lieben es trocken. Staunässe sollte unbedingt verhindert werden. Aber auch in dem Fall, wenn das verwendete Substrat von einer schlechten Qualität ist, können Schimmelpilze entstehen.

Als Grundsatz gilt bei Schimmel an Orchideen: Durch Umtopfen und eine neue Mischung des Substrates kann die Orchidee diesen Zustand ohne Folgen überstehen.

Unser Rat
Die Pflanzenschere darf abschließend mit 70 % Alkohol gründlich desinfiziert werden. Nur so werden alle Schädlinge getötet und können nicht auf andere Pflanzen übertragen werden. Diese Vorgehensweise hat sich auch für den alten Topf bewährt, wenn dieser noch einmal verwendet werden soll. Übrigens: Je eher Sie den Schimmel an der Orchidee bekämpfen, desto besser für die Pflanze.

Ist Schimmelbildung ein Grund zur Sorge?

Keine Panik: Wenn der Schimmel früh erkannt wird, kann die Orchidee bei ordnungsgemäßer Behandlung bald schon wieder zu ihrer ganzen Pracht finden. Die Ursachen von Schimmel bei Orchideen sind sehr vielseitig. Sie haben aber nicht selten mit der falschen Pflege oder dem unpassenden Standort zu tun. Sorgen machen müssen Sie sich keinesfalls, wenn Sie Schimmelpilze an Topfpflanzen entdecken.

Ist Schimmel bei Orchideen gefährlich für die Gesundheit?

Auch hier sollten Sie sich keine allzu großen Sorgen machen: Schimmel bei Blumen ist im Grundsatz nicht gefährlich, wenn Menschen ein gut funktionierendes Immunsystem aufweisen. Allerdings sollten gesundheitlich geschwächte Personen oder Schimmel-Allergiker die Sporen keinesfalls einatmen. Es lohnt sich zudem, wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, die befallenen Töpfe mit einem Mundschutz zu bearbeiten. Kinder, ältere Menschen, Kranke, Schwangere und Stillende sollten sich jedoch keinesfalls mit Schimmelpilzen an Pflanzen umgeben! Jedenfalls sollten Sie, sobald Sie Schimmelpilze bei Topf-Pflanzen entdecken, sofort dagegen die richtigen Maßnahmen ergreifen!

Umtopfen für eine schimmelfreie Orchidee

Obwohl auch das Umtopfen der Orchidee nicht immer guttut, ist bei leichtem Schimmel in der Erde genau das eine gute Möglichkeit, die Orchidee zu retten. Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, müssen Sie aber ein paar Punkte beachten. Gießen und düngen Sie die Orchidee noch im alten Topf etwa ein bis zwei Tage reichlich. Schließlich sind diese Maßnahmen direkt nach dem Umtopfen nur schlecht möglich. Zudem lassen sich feuchte Wurzeln einfach aus dem bisherigen Topf ziehen und in den neuen integrieren.

Anleitung zum Umtopfen:

  1. Nach zwei Tagen Düngen und Gießen die Orchidee aus dem Blumentopf entfernen. Durch die leicht knetenden bzw. drehenden Bewegungen lösen sich die Wurzeln gut vom Topf. Die Orchidee aus der Erde ziehen. Unter Umständen können mit einer Schere vorsichtig fest verwurzelte Bestandteile gelöst werden. Hierbei möglichst keine Wurzeln verletzen.
  2. Das alte Substrat durch vorsichtiges Schütteln entfernen. Wurzeln behutsam voneinander trennen. Das feuchte Substrat vorsichtig abschütteln und die Wurzeln im Anschluss unter fließendem, warmen Wasser lösen.
  3. Die freigelegten Wurzeln betreffend Fäulinssen und Schimmelpilzen gründlich untersuchen. Schlaffe, trockene Wurzeln mit der Schere vorsichtig entfernen.
  4. Was ist, wenn die Wurzeln bereits von Schädlingen befallen sind? Hier die Orchidee für mehrere Stunden ins Wasser tauchen. So werden Schädlinge erstickt.
  5. Im Anaschluss eine Schicht Blähton auf den Topfboden füllen. Danach die spezielle Orchideenerde im Topf verteilen. Die Orchidee mit leichter Drehbewegung in den Topf vorsichtig einpflanzen.
  6. Neue Triebe sollten ausreichend Platz bis zum Topfrand haben.
  7. Nun den Topf nach und nach mit neuem Substrat füllen. Inzwischen darf die Orchidee sanft gegossen werden. Nur dann kann das Substrat gut bis zum Boden rutschen.
  8. Jetzt die Blume so ausrichten, dass die Wurzeln gerade mit dem Blähton in Berührung kommen. Vorsicht: Die Orchidee darf niemals zu tief im Blähton sitzen. Nur so kann in Zukunft die Bildung von Fäulnissen verhindert werden.
  9. Jetzt muss sich die Orchidee erst einmal an „ihr neues Zuhause“ gewöhnen. Schenken Sie ihr Zeit zur Erholung.
  10. Gießen Sie die Pflanze ca. 4 – 5 Tage nach dem Umtopfen nicht. Auch den Dünger sollten Sie erstmal aussparen.
Roswitha ist 53 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern. Sie ist gelernte Bankkauffrau, hatte aber schon immer eine Leidenschaft für den Garten. Sie besitzt mit ihrem Ehemann ein kleines Haus auf einem Dorf im Allgäu und wendet sich mit Leidenschaft der Gartenarbeit zu. Seit geraumer Zeit hat sie neben Blumen, Rosen und Obstbäumen auch Gemüsepflanzen, Sträucher und vieles mehr in ihrem Garten. Schmeckt selbst angebaut und geerntet nicht immer noch am besten? Für Roswitha und Ihre Familie schon! Sie sagt: „Ich schöpfe Kraft aus der Natur. Die Gartenarbeit macht mich glücklich. Sie hilft mir beim Stressabbau!“ Bei Gartenpanda gibt Roswitha all ihre Garten-Erfahrungen und ihr Knowhow gerne weiter.

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