Komposter geschlossen oder offen lassen? – Das ist richtig!

Ein Garten ohne Komposter lässt wertvolle Ressourcen ungenutzt, aber die Frage, ob offene oder geschlossene Bauweise, lässt sich nicht eindeutig beantworten, da beide Varianten ihre Vor- und Nachteile haben.

Die einen bevorzugen offene Komposthaufen, weil sie einfach zu handhaben sind. Andere ziehen geschlossene Komposter wie Schnellkomposter oder Thermokomposter vor, weil darin die Kompostierung schneller abläuft und Sie auch Strauchschnitt kompostieren können.

Nicht nur die Bauweise, auch das Material spielt bei der Wahl eine wichtige Rolle. Kunststoff ist sehr beliebt, weil er widerstandsfähig gegen die Einflüsse von Wind und Wetter ist. Andererseits sind Kunststoffbehälter nicht rattensicher und für eine ausreichende Belüftung muss gesorgt werden

Sollte ich meinen Komposter offen oder geschlossenen halten?

Experten unterscheiden 2 Bauarten bei Kompostern: offene und geschlossene. Offene Komposter sind zum Beispiel Komposthaufen oder Kompostmieten. Als geschlossene Kompostermodelle zählen Therrmokomposter, Schnellkomposter und Trommelkomposter. Beide, offene und geschlossene Komposter, eignen sich für am besten für jeweils verschiedene Ansprüche. Den perfekten Komposthaufen gibt es sowieso in der Praxis kaum. Eine Sorte ist ideal für den größeren Garten, die anderen für den kleineren Garten.

Offener Komposter

offener Komposter

Diese Art der Kompostierung ist wahrscheinlich am häufigsten anzutreffen. Im Grunde genommen handelt es sich um einen offenen Komposthaufen, der an einer geeigneten Stelle im Garten angelegt wird.

Er ist eine gute Wahl für den größeren Garten und wandelt organische Abfälle in Kompost um. Die Kompostierung ist ein biochemischer Prozess, an dessen Ende aus Garten- und Küchenabfällen Kompost, ein wertvoller organischer Dünger, wird.

  • großes Fassungsvermögen (mindestens 400 Liter)
  • einfache Bauweise, daher leicht zu montieren und umzusetzen
  • gute Belüftung der Abfälle
  • lange Lebensdauer
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • in verschiedenen Größen erhältlich
  • Kompostierung dauert länger, da keine höheren Temperaturen entstehen
  • Unangenehme Gerüche sind bei hohen Temperaturen möglich
  • Bestimmte Abfälle ziehen Ungeziefer an, beispielsweise Ratten durch gekochte Essensreste und Fliegen durch fauliges Obst
  • Weil zur Kompostierung hohe Temperaturen nötig sind, stoppt der Prozess in den kälteren Jahreszeiten.

Geschlossener Komposter

geschlossener Komposter

Zu dieser Kategorie gehören alle Komposter mit Deckel. In einem geschlossenen Komposter wird Kompost schneller reif, da sich im Inneren höhere Temperaturen entwickeln können als  in einem offenen Komposter.

Das Fassungsvermögen beginnt bei ca. 250 Liter. In der Gruppe finden sich mehrere Arten von Kompostern :

  • Schnell- und Thermokomposter
  • Trommelkomposter
  • Wurmkomposter
  • Im direkten Vergleich punkten sie durch einen schnelleren Verrottungsprozess, weil ihre geschlossene Bauweise für eine schnelle Kompostierung sorgt.
  • Rasche Zersetzung der organischen Abfälle
  • Kompostermodelle ganzjährig nutzbar
  • Hohe Temperaturen zerstören Unkrautsamen und Krankheitskeime
  • Geringeres Fassungsvermögen, maximal 1.000 Liter
  • Kompostierung ist störanfälliger, da  die Abfälle nicht so gut durchlüftet sind
  • Feuchtigkeit kann sich sammeln, die organischen Abfälle können schimmeln oder in Fäulnis übergehen.
  • Steht ein geschlossener Thermokomposter in der prallen Sonne, kann sich der Inhalt überhitzen.

Fazit

Ein Garten ohne Komposter ist kein guter Garten, wenigstens nicht im ökologischen Sinn. Selbst wenn Sie nur einen kleineren Garten haben, fallen unterschiedliche Arten von Abfällen wie zum Beispiel Küchen- und Gartenabfälle oder Gras im Garten an, die kompostiert werden können.

Bereits mit einem herkömmlichen Komposthaufen wandeln Sie das Gras im Garten durch die Verrottung in wertvollen natürlichen Dünger um, anstatt es in der Biotonne zu entsorgen. Geschlossene Komposttonnen oder ein geschlossener Thermokomposter sorgen für eine schnellere Kompostierung.

Das Angebot an Kompostern ist groß. Die Stiftung Warentest hat 2004 verschiedene Modelle getestet. Im Vergleich der Stiftung Warentest überzeugten Thermokomposter durch ihre hochwertige Verarbeitung. Die Modelle mit mindestens 600 Liter Volumen sind gut für einen größeren Garten geeignet.

Für einen kleineren Garten wählen Sie am besten ein Modell bis ca 400 Liter Inhalt. Achten Sie beim Kauf auf hohe Qualität. Damit Regenwürmer Zugang haben, ist der Boden offen. Bestellen Sie daher gleich ein passendes Bodengitter mit. Es sorgt dafür, dass Ratten und Mäuse keinen Zugang zu den Abfällen haben.

Juli ist begeisterter Gärtner, der seine Liebe zu Pflanzen zu seinem Beruf gemacht hat. Er arbeitet seit über 5 Jahren in der Gartenbaubranche und hat sich einen Ruf als einen sachkundigen Experten auf diesem Gebiet erarbeitet. Wenn er nicht gerade Kunden berät oder Artikel schreibt, kann man Juli in seinem eigenen Garten beobachten. Er liebt nichts mehr, als einen sonnigen Tag im Freien zu verbringen, umgeben von seinen geliebten Pflanzen.

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