Wer eine Kettensäge besitzt, weiß, was sie alles kann: Schnell und mühelos können damit Äste und Holz zerkleinert werden. Vor allem, wenn man einen Garten hat, ist eine Kettensäge ein unverzichtbares Gerät. Doch welche Kettensäge ist die richtige für einen selbst? Und vor allem: Welches Benzin sollte man für seine Kettensäge verwenden? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- Kettensägen Benzin sind schon mehr als 100 Jahre im Einsatz. Die erste benzinbetriebene Kettensäge, die in der Forstwirtschaft eingesetzt wurde, war die Holzfällmaschine Sector, die um 1920 auf den Markt kam. Dabei handelte es sich jedoch um eine Sonderanfertigung nach den Vorgaben des Kunden.
- Die erste serienmäßige Kettensäge Benzin wurde vom Erfinder Emil Lerp um 1927 gebaut. Er gründete die Hamburger Firma Dolmar, die bis heute Kettensägen produziert. Wegen ihrer Leistungsstärke und Flexibilität konnten sich bis heute Benzinkettensägen gegen die Konkurrenz der Akkukettensägen behaupten, obwohl letztere immer mehr aufholen.
- Aufgrund des großen Angebots an Benzinkettensägen solltest du vor einem Kauf die verschiedenen Modelle sorgfältig vergleichen. Das klappt am besten im Internet. Nimm dir Zeit und überlege zudem, welche Kaufkriterien besonders wichtig für dich sind.
Die besten Benzin Kettensägen
Die STIHL MS 181 Kettensäge ist ein leistungsstarkes und zuverlässiges Werkzeug, das speziell für den Einsatz im Gartenbau und in der Forstwirtschaft entwickelt wurde. Dank der leistungsstarken STIHL-Motortechnologie und der hochwertigen Führungsschiene Rollomatic E Mini 35 cm/14′ mit 1,3 mm Nutbreite wird eine schnelle, effiziente und präzise Schnittleistung gewährleistet. Die STIHL Oilomatic Sägekette 3/8’P mit 1,3 mm Treibglieddicke sorgt für eine lange Lebensdauer und Sicherheit. Zusätzlich ist ein STIHL Kettenschutz und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang enthalten.
Hier geht es zum ausführlichem Produkttest der Stihl Kettensäge Ms 181
Vorteile
- einfache Bedienung
- geringes Gewicht
- ausgezeichnete Schnittleistung
- Kettenschnellspannung
- sicheres Arbeiten durch automatische Kettenbremse
- Antivibrationssystem
Nachteile
- große Lautstärke
- hoher Verbrauch an Benzin
- hoher Verbrauch an Sägekettenöl
Ratgeber: Die richtige Benzin Kettensäge kaufen
Beim Kauf einer Benzin Kettensäge sind einige Punkte zu beachten. Damit auch du die richtige Benzin Kettensäge findest haben wir hier die wichtigsten Kaufkriterien für dich zusammen gefasst.
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Hubraum & Leistung
Diese beiden Faktoren sind direkt miteinander verbunden. Je größer der Hubraum, desto höher ist die Leistung der Kettensäge Benzin. Du solltest aber bedenken, dass Leistung ihren Preis hat. Benzinkettensägen mit hoher Leistung sind schwerer und teurer als solche mit weniger PS. Für die meisten Arbeiten im Garten dürfte wahrscheinlich eine Leistung bis 2,5 PS vollkommen ausreichen. Nur Profis benötigen Kettensägen mit hoher Leistung. Solltest du doch einmal eine starke Kettensäge benötigen, kannst du das Werkzeug ausleihen.
Schwertlänge
Welche Schwertlänge am besten geeignet ist, hängt davon ab, wofür du die Kettensäge Benzin verwenden willst. Zum Sägen von Brennholz und für das Zuschneiden von Kanthölzern genügt ein kurzes Schwert. Solche Sägen sind handlich, jedoch zum Fällen oder Zerteilen dicker Bäume nicht geeignet. Dafür brauchst du eine Säge mit langem Schwert. Die ist jedoch unhandlich und erfordert mehr Kraft und Übung in der Handhabung.
Bedienung
Wähle ein Modell, dass sich so bequem wie möglich bedienen lässt. Hochwertige Kettensägen Benzin haben zum Beispiel eine Starthilfe und ein Antivibrationssystem. Die Griffe sind ergonomisch geformt und weich gepolstert. Die Wartung wird durch Systeme zum werkzeuglosen Wechseln und Spannen der Kette erleichtert. Eine automatische Kettenbremse gewährt zusätzliche Sicherheit. Benzintank und Öltank mit gut ablesbarer Füllstandsanzeige erlauben dir, die Kontrolle zu behalten.
Verwendungszweck
Die Hersteller liefern Modelle für Einsteiger, Erfahrene und Profis. Für die Mehrheit der privaten Anwender ist ein Einsteigermodell die richtige Wahl. Damit lassen sich fast alle im Garten anfallenden Arbeiten erledigen. Wenn du im Wald selbst dein Brennholz schlagen willst, benötigst du eine Benzinkettensäge für Fortgeschrittene. Profis haben dagegen höchste Ansprüche. Die Kettensägen, die sie benötigen, sind dementsprechend teuer. Das spielt für diese Anwender aber nur eine untergeordnete Rolle, weil sie die Kosten als Betriebsausgaben absetzen können.
Welche Besonderheiten zeichnen Kettensägen Benzin aus?
Der Grundaufbau von Benzinkettensägen unterscheidet sich nicht von denen anderer Kettensägen. Die Besonderheit ist der Antrieb.
Fast alle Benzinkettensägen werden von Zweitaktmotoren angetrieben. Das sind einfach aufgebaute Motoren, die Energie durch die Verbrennung von Kraftstoff erzeugen.
Ein Arbeitsspiel umfasst genau eine Umdrehung der Kurbelwelle, also 2 Takte. Die Arbeitsweise verläuft wie folgt:
Erster Takt
Ansaugen und Verdichten: Der Kolben bewegt sich im Zylinder nach oben und verdichtet dadurch das im Zylinder befindliche Kraftstoff-Luftgemisch. Durch die Aufwärtsbewegung des Kolbens entsteht vergrößert sich unterhalb das Volumen und ein Unterdruck entsteht.
Wird der Ansaugkanal im Kurbelgehäuse freigegeben, strömt dadurch frisches Gas ein (Kraftstoff-Luftgemisch). Kurz bevor der Kolben den höchsten Punkt (oberen Totpunkt) erreicht, zündet die Zündkerze das Gemisch.
Zweiter Takt
Arbeiten und Vorverdichten: Das heiße Gas dehnt sich aus und drückt den Kolben nach unten. Der bewegt sich nach unten und verschließt den Ansaugkanal wieder. Dadurch wird das Gemisch vorverdichtet.
Kurz bevor der Kolben den unteren Totpunkt erreicht, werden die Abgase durch die Auslassöffnung abgeleitet. Unterhalb der Auslassöffnung liegen die Einlasskanäle, durch die frisches Kraftstoff-Luftgemisch in den Zylinder geleitet wird.
Danach beginnt der Zyklus wieder von vorn. Die stetige Auf- und Abbewegung des Kolbens wird durch eine Reihe technischer Bauteile letztendlich auf die Sägekette übertragen.
Das Prinzip des Zweitaktmotors wurde 1878 erfunden, um das Patent des Ottomotors zu umgehen. Zweitaktmotoren waren und sind sehr beliebt.
Das bekannteste Fahrzeug mit Zweitaktmotor war wahrscheinlich das DDR-Kultauto Trabant. Heute werden Zweitaktmotoren überwiegend bei Kleingeräten wie Rasenmähern und Kettensägen, aber auch als Außenbordmotoren eingesetzt.
Welche Kettensägen Benzin sind aktuell im Angebot?
Im Augenblick sind im Handel mehr als 400 Kettensägen Benzin erhältlich. Das ist fast die Hälfte des Gesamtangebots an Kettensägen.
Sie werden von ungefähr 60 Herstellern produziert. Marktführer sind Stihl mit 128 Modellen, gefolgt von Husqvarna mit 63 und auf dem dritten Platz Makita mit 22 Benzinkettensägen.
Eine günstige Benzinkettensäge ist mit etwas Glück bereits für weniger als 100 Euro zu haben. Am oberen Ende der Preisskala stehen Modelle, die mehr als 2.500 Euro kosten.
Eine gute Benzinkettensäge sollte von etwa 200 bis ca. 400 Euro kosten. Von unabhängigen Testorganisationen und Heimwerker-Zeitschriften wurden bis jetzt 44 Kettensägen Benzin getestet.
Davon erhielten 18 Geräte die Gesamtnote sehr gut, 20 wurden mit gut, 2 mit befriedigend und 4 mit genügend bewertet. Interessanterweise befinden sich unter den weniger gut bewerteten Kettensägen nicht nur billige Geräte unbekannter Hersteller.
Bei der Leistung existieren große Unterschiede. Mini Kettensägen sind mit Motoren ausgerüstet, die kaum 1 PS Leistung entwickeln.
Dem stehen Profigeräte gegenüber, die mehr als 8 PS Leistung entwickeln. Bei der Schwertlänge sind die Unterschiede ähnlich groß.
Kleine Kettensägen haben Schwerter, die gerade einmal 25 cm lang sind. Einige Kettensägen haben dagegen mehr als 70 cm lange Schwerter. Der Spitzenwert liegt bei 105 cm.
Vor dem Kauf solltest du die verschiedenen Modelle sorgfältig vergleichen und dir auch mal die Zeit nehmen, um ein paar Kundenbewertungen durchzulesen. Nur so kannst du eine Kettensäge Benzin finden, die deinen Anforderungen gerecht wird.
Vorteile der Kettensägen Benzin
Es ist kein Zufall, dass Benzinkettensägen die größte Gruppe unter den Kettensägen stellen. Sie haben gegenüber Sägen mit anderen Antriebsarten mehrere Vorteile. Dazu gehören zum Beispiel:
- Hohe Leistung: Bei diesem Punkt können weder Akkukettensägen noch Elektrokettensägen mithalten. Starke Benzinkettensägen erreichen 5.000 bis über 6.000 Watt Leistung (6 bis 8 PS).
- Hohe Schnittgeschwindigkeit: Benzinmotoren entwickeln ein höheres Drehmoment als Elektromotoren. Das wird in eine höhere Kettengeschwindigkeit übersetzt. Benzinkettensägen arbeiten sich schneller ins Holz und werden auch mit Harthölzern spielend fertig.
- Lange Laufzeit: Benzinkettensägen haben eine praktisch unbegrenzte Laufzeit. Wird der Tank leer, kann er einfach aus einem Reservekanister aufgefüllt werden.
- Einfache Reparatur: Wenn eine Benzinkettensäge Probleme macht, handelt es sich meist um ein Verschleißteil, beispielsweise Zündkerzen oder Kraftstofffilter, das relativ einfach ausgetauscht oder gereinigt werden kann. Bei einer Elektro- oder Akkukettensäge ist zwar der Wartungsaufwand geringer, dafür sind Reparaturen schwerer oder gar unmöglich.
- Robuste Konstruktion: Mit einer Benzinkettensäge kannst du bei jedem Wetter arbeiten, selbst in strömenden Regen oder Schneetreiben. Nur wenige Elektro- und Akkukettensägen haben dagegen einen Spritzwasserschutz, der sowieso nur begrenzt wirksam ist.
Nachteile der Kettensägen Benzin
So wie jede Medaille 2 Seiten besitzt, hat jedes Produkt positive und negative Seiten. Das ist auch bei Kettensägen Benzin nicht anders. Zu den Nachteilen gehören folgende Punkte:
- Schwerer Start: Benzinkettensägen werden mit Seilzugstarter angeworfen. Bei kaltem Wetter kann das ganz schön kraftraubend und nervig sein. Akku- und Elektrokettensägen starten dagegen auf Knopfdruck.
- Höherer Wartungsaufwand: Am Motor einer Benzinkettensäge gibt es eigentlich immer etwas zu tun. Die Zündkerzen müssen gereinigt oder ausgetauscht werden, der Vergaser muss eingestellt und/oder gereinigt und der Kraftstofffilter gereinigt oder ausgetauscht werden.
- Abgase werden freigesetzt: Es ist fast unvermeidbar, dass du beim Arbeiten mit einer Benzinkettensäge nicht nur in die Umgebung freisetzt, sondern auch selbst einatmest. Das ist weder gut für die Umwelt, noch für deine Gesundheit.
- Große Lautstärke: Kettensägen sind alles andere als leise. Benzinkettensägen sind aber noch einmal zwischen 20 und 30 Dezibel lauter als Elektrokettensägen. Manche Benzinkettensägen erreichen Lautstärken von 116 dB. Die Schmerzgrenze liegt bei 120 dB. Benutzt du so eine laute Säge regelmäßig in einer Reihenhaussiedlung, ist Ärger mit den Nachbarn vorprogrammiert.
FAQ
Gibt es auch Kettensägen Benzin mit Viertaktmotor?
Ja, es gibt sie, aber nur sehr wenige. Der deutsche Hersteller Dolmar hat Kettensägen mit Viertaktmotor im Fertigungsprogramm. Benzinkettensägen mit Viertaktmotor sind so selten, weil Zweitaktmotoren für diesen Einsatzzweck besser geeignet sind. Sie sind kompakter und robuster sowie unempfindlich gegen Lageänderungen, wie das beim Holzsägen normal ist. Viertakter laufen dafür aber ruhiger, nutzen den Kraftstoff besser aus und produzieren weniger Abgase.
Benötigt man Übung, um mit einer Kettensäge Benzin zu arbeiten?
Je größer die Kettensäge ist, desto mehr Übung benötigst du für das effektive Arbeiten mit der Kettensäge. Das Schwert muss beispielsweise richtig angesetzt und gerade, ohne Druck, geführt werden. Wird es verkantet, kann es zu einem Rückschlag kommen oder die Säge bleibt stecken. Wenn du öfter mit der Kettensäge arbeitest, empfiehlt es sich, den Motorsägenschein zu erwerben.
Welche Schutzausrüstung ist erforderlich?
Gehörschutz und eine zumindest eine Schutzbrille sowie derbe Handschuhe sind für das Arbeiten mit allen Benzinkettensägen unbedingt erforderlich. Handelt es sich um eine große Kettensäge oder arbeitest du damit im Forst, genügt das nicht. Du brauchst einen Forsthelm mit Visier und Nackenschutz, eine Schnittschutzhose und schnittfeste Stiefel mit gutem Profil. Alle Kettensägen sind gefährliche Geräte, die schwere Verletzungen zufügen können. Achte beim Arbeiten immer darauf, nicht zu stolpern oder gar zu fallen und behalte auch die Umgebung im Auge, um keine Unbeteiligten zu gefährden.
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