Ist ein Holzkomposter als Hochbeet geeignet?

Diese Frage haben sich schon viele Gartenfreunde gestellt, denn der Grundaufbau der beiden Produkte ist ähnlich. Sowohl der Holzkomposter als auch das Hochbeet bestehen aus einem Kasten ohne Boden, der auf das Erdreich gestellt wird und mit Material befüllt wird. 

Natürlich gibt es auch Unterschiede. Die betreffen aber hauptsächlich den Preis und das Design. 

Welche Vorteile bringt es, den Holzkomposter als Hochbeet zu nutzen?

  • Die Gartenarbeit auf dem Hochbeet/Komposter fällt wesentlich leichter als auf dem Flachbeet, weil du dich nicht bücken musst. 
  • Mit einem Holzkomposter als Hochbeet verwertest du die Gartenabfälle optimal, anstatt sie zu entsorgen. 
  • Da der Kompost viele Nährstoffe für die Pflanzen enthält, musst du weniger Kunstdünger verwenden. 
  • Mit dem Holzkomposter als Hochbeet schlägst du sozusagen 2 Fliegen mit einer Klappe. Du stellst deinen eigenen Kompost her und nutzt den Platz optimal aus. 

Eignen sich auch andere Komposter als Hochbeete?

Du kannst zum Beispiel auch Drahtkomposter als Hochbeet benutzen. Die Seitenflächen aus Maschendraht solltest du mit Folie verkleiden. 

Die Folie wirkt als Isolierung. Sie hält die Wärme im Komposter und bewirkt dadurch, dass die Kompostierung schneller abläuft. 

Thermokomposter und Schnellkomposter sind dagegen ungeeignet, weil sie oben geschlossen sind. Sie können einzig zur Herstellung von Kompost genutzt werden. Diese Aufgabe erledigen sie dafür aber auch deutlich schneller als ein Holzkomposter

Kann man ein Holzkomposter Hochbeet selbst bauen?

Das geht sogar wesentlich einfacher als ein Hochbeet zu bauen, weil bei einem Komposter die Funktion, nicht das Design im Vordergrund steht. Zum Bau benötigst du folgende Materialien:

  • 4 Eckpfosten 
  • Bodenhülsen als Schutz für die Eckpfosten
  • Bretter
  • feinmaschiger Maschendraht (maximal 6,5 x 6,5 mm) als Schutz gegen Wühlmäuse und Ratten 
  • Schrauben und Nägel 
  • Folie (Noppenfolie oder Teichfolie)
  • Holzlasur 

Das Holz sollte auf jeden Fall unbehandelt sein. Ein Komposter aus Lärche ist sehr gut geeignet, weil diese Holzart widerstandsfähig ist und nicht so schnell verrottet. 

Wir empfehlen
Westmann Komposter 1x1 m
Mit dem Link kaufst du zum gleichen Preis ein, aber wir erhalten eventuell eine Provision.

Wie groß du den Holzkomposter baust, ist dir überlassen. Gängige Maße sind 1- 1,5 m für die Länge, 0,5 – 0,8 m für die Breite und etwa 1 – 1,3 m für die Höhe. 

Länge und Breite des Komposters richten sich nach der Menge der Gartenabfälle und die Höhe nach deiner Körpergröße. 

Als Standort eignet sich ein halbschattiger bis sonniger Platz. Vor dem Aufbau des Komposter Hochbeets bereitest du den Untergrund vor und legst an der Stelle eine Schicht aus losen Pflaster- oder Ziegelsteinen oder Kies zur Drainage. 

Die Befüllung des Holzkomposters

Über dieses Thema haben wir bereits in einem anderen Ratgeber ausführlich berichtet. An dieser Stelle seien nur noch einmal ein paar Grundregeln genannt:

  • Die unterste Schicht besteht aus grobem Material, nach oben wird es immer feiner. 
  • Du kannst Gartenabfälle, Grünschnitt, Heckenschnitt und Laub kompostieren, solltest aber darauf achten, dass die Materialien nicht zu feucht sind, weil es sonst zu Schimmelbildung kommt. 
  • Packe die Materialien nicht zu dicht. Zur Kompostierung wird Sauerstoff benötigt. Wird das Material nicht genügend belüftet, setzt Fäulnis ein. Das erkennst du daran, dass der Kompost stark zu stinken beginnt. 

Guter Kompost riecht dagegen angenehm nach Erde, Pilzen und ein bisschen wie Wald. 

Welche Pflanzen lassen sich auf dem Holzkomposter anbauen?

Kompost enthält sehr viele Nährstoffe. Deshalb eignet sich der Komposter zum Anbau von Starkzehrern. Dazu gehören unter anderem: 

  • Kürbis
  • Zucchini
  • Melonen
  • Gurken
  • Kohlpflanzen 
  • Porree
  • Sellerie 

Um den Platz optimal zu nutzen, kannst du auch Mischkulturen anbauen. Achte jedoch darauf, dass die Pflanzen sich miteinander vertragen. 

Der Schlüssellochgarten – die Lösung für kleine Hochbeete

Der Schlüssellochgarten erhielt seinen Namen durch den Grundriss der ursprünglichen Form, die an ein Schlüsselloch erinnert. Mittlerweile meint man damit ein Hochbeet mit integriertem Komposter. 

Das Konzept war ursprünglich für Entwicklungsländer bestimmt, um die dortigen lokalen Ressourcen optimal zu nutzen, findet aber auch in Deutschland immer mehr Anhänger. 

In ein Hochbeetkasten wird eine Kompostsäule eingesetzt. Für gewöhnlich handelt es sich um eine Art Korb aus Maschendraht. 

Das ist der Komposter. Er wird in den Behälter eingesetzt und mit kompostierbaren Material gefüllt. Der Kasten rund um ihn herum wird mit Erde gefüllt, in die die Pflanzen eingesetzt werden. 

Die Gartenabfälle im Komposter verrotten und geben ihre Nährstoffe an die Erde ab. Ein gut laufender Schlüssellochgarten benötigt keinen zusätzlichen Dünger. 

Das Gießen kann mit Brauchwasser erfolgen. So ein Schlüssellochgarten passt auch auf den Balkon. Zudem verwertet er die Abfälle aus der Küche. 

Jan ist ein Gartenliebhaber, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Er ist Experte für alles, was mit Gartenbau zu tun hat, und liebt es, sein Wissen mit anderen zu teilen. Wenn Jan nicht gerade schreibt oder ein gutes Buch liest, kann man Jan in seinem Garten antreffen, wo er sich um seine Pflanzen und Blumen kümmert.

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Consent Management Platform von Real Cookie Banner