Tomaten Gewächshaus auf dem Balkon in 13 Schritten

Du liebst Tomaten und kannst davon nicht genug bekommen? Dann musst du auf den eigenen Anbau deines Lieblingsgemüse auch dann nicht verzichten, wenn du keinen Garten, sondern nur einen Balkon zur Verfügung hast.

Es gibt tolle kleine Gewächshäuser, die für die Nutzung auf dem Balkon geeignet sind. Darin sind deine Tomatenpflanzen vor Witterungseinflüssen perfekt geschützt: Regen, Wind oder sogar Hagel kann ihnen dort nichts anhaben. Und gleichzeitig bekommen Sie ausreichend Licht und Wärme.

In unserem Artikel zeigen wir dir, wie du in 13 Schritten zuerst das geeignete Tomaten Gewächshaus für den Balkon findest und dann dort deine eigenen Tomatenpflanzen anbaust.

Schritt #1 – Der Standort

Wenn Tomaten auf eines nicht verzichten können, dann ist es die Sonne. Sie schenkt den Pflanzen sowohl Licht als auch Wärme, und auf beides sind sie angewiesen. Als erstes musst du also prüfen, wie dein Balkon gelegen ist.

Ein Balkon, der komplett nach Norden ausgerichtet ist, eignet sich nicht. Hier wäre es verschenkte Mühe, es zu probieren, denn die Chance auf gesunde Pflanzen mit ausgereiften Früchten ist sehr gering.

Am besten geeignet sind Balkone mit Südost- oder Südwest-Ausrichtung. Hier erhalten die Pflanzen ausreichend Sonneneinstrahlung, um groß und kräftig zu werden.

Schritt #2 – Das Gewicht

Wer einen Balkon mit einem Gewächshaus bestücken möchte, muss das Gewicht berücksichtigen. Für Balkone gelten Begrenzungen des Maximalgewichts, die gegebenenfalls beim Vermieter anzufragen sind. Diese solltest du aus Sicherheitsgründen keinesfalls überschreiten.

Neben dem Gewächshaus selbst bringen natürlich Töpfe und Erde einiges an Gewicht mit, und später auch die Früchte. Um beim Gewächshaus an Gewicht zu sparen, sind Foliengewächshäuser hier eine gute Variante.

Schritt #3 – Das Platzangebot

Neben dem begrenzten Maximalgewicht ist auf einem Balkon natürlich auch der eingeschränkte Platz zu berücksichtigen. Was nützt dir ein tolles Gewächshaus mit 10 Tomatenpflanzen, wenn du den Balkon nicht mehr betreten kannst?

Spaß beiseite: Du solltest vorab überlegen, was neben dem Gewächshaus auch auf dem Balkon zu finden sein soll. Bedenke, dass die Tomaten vom Frühjahr bis zum Spätsommer im Gewächshaus stehen werden.

Also genau zu der Zeit, in der du dort auch mit Familie oder Freunden in der Sonne sitzen möchtest.

Je besser du im Vorwege planst, wo du eine Sitzecke, andere Pflanzen oder eben das Gewächshaus stellen möchtest, desto mehr Freude hast du am Ende daran. Berücksichtige dabei unbedingt auch die Höhe des Gewächshauses, damit du nicht an falscher Stelle einen dauerhaften Schattenspender platzierst, an dem du dich später störst.

Schritt #4 – Das Material

Die einfachsten Modelle bestehen aus Folie, andere aus Holz oder Metall und Glas. Daraus ergeben sich massive Unterschiede was Gewicht, Haltbarkeit, Flexibilität und Preis betrifft. Dies solltest du in deine Planung von Anfang an mit einbeziehen.

Schritt #5 – Auf- und Abbau des Gewächshauses

Auf dem Balkon wirst du das Gewächshaus möglicherweise nicht dauerhaft platzieren wollen, sondern vorwiegend während der Sommermonate. Je nach Größe wirst du es also mindestens einmal pro Jahr aufbauen und auch wieder abbauen müssen. Das solltest du bei der Wahl des geeigneten Tomaten Gewächshauses für den Balkon unbedingt beachten.

Zum einen betrifft das natürlich den Schwierigkeitsgrad der Montage. Bist du in solchen Dingen geübt oder hast jemanden an deiner Seite, der dir hilft, macht es den Auf- und Abbau leichter. Allein und ungeübt solltest du auf jeden Fall ein möglichst simples Modell wählen.

Damit ein Tomaten Gewächshaus für Balkone den wiederkehrenden Auf- und Abbau lange übersteht, muss das Material von guter und stabiler Qualität sein. Auch darauf solltest du also bei der Auswahl unbedingt achten.

Schritt #6 – Die Belüftung

Tomaten gedeihen im Gewächshaus nur gut, wenn sie ausreichend belüftet werden. Ansonsten entsteht eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, die den Befall der Pflanzen mit Krankheiten oder auch Schädlinge begünstigt.

Da gerade Tomaten viel Wasser und zugleich Wärme benötigen, entsteht diese Gefahr relativ schnell. Umso wichtiger ist eine geeignete Möglichkeit der regelmäßigen Luftzufuhr.

Das solltest du zuerst bei der Wahl der passenden Tomaten Gewächshauses für den Balkon beachten und außerdem bei der Platzierung. Steht das Gewächshaus generell oder vor allem mit der Belüftungsmöglichkeit beispielsweise zu dicht an der Wand, so ist die notwendige Luftzirkulation gestört.

Schritt #7 – Die Ausstattung

Auch bezüglich der Ausstattung des Balkongewächshauses gibt es deutliche Unterschiede. Die einfachsten Varianten wirken eher wie ein kleines Zelt, das die darin stehenden Töpfe vor allem vor Witterungseinflüssen schützen.

Andere Modelle verfügen dagegen über integrierte Hochbeete, Regale, Rollen oder andere Extras. Hier zählen deine Ansprüche und auch die Gegebenheiten auf deinem Balkon, wenn es darum geht, die optimale Wahl zu treffen.

Schritt #8 – Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Was den Preis angeht, lässt sich kaum eine Empfehlung aussprechen, denn der schwankt bei der Vielzahl an verschiedenen Tomaten Gewächshäusern für Balkone erheblich. Hier kommt es auf deinen Anspruch generell an und darauf, wie du das Gewächshaus nutzen möchtest.

Für einen ersten Test, der möglicherweise zeigt, dass dir der Aufwand der eigenen Tomatenzucht dauerhaft zu hoch ist, genügt ein einfaches Modell. Solltest du aber schon im Voraus wissen, dass du Spaß daran hast, solltest du auch entsprechend mehr in Stabilität und Qualität investieren.

Nur dann wirst du trotz häufigem Auf- und Abbau sowie Transport über viele Jahre Spaß daran haben.

Berücksichtigst du bei einer gründlichen Recherche die oben genannten Punkte, so wirst du eine Modellauswahl finden, die deinen Ansprüchen genügt. Unter diesen passenden Modellen kannst du dann die Qualitäts- und Preisunterschiede am besten vergleichen.

Schritt #9 – Die passenden Sorten

Hast du dich für ein geeignetes Tomaten Gewächshaus für deinen Balkon entschieden und dieses auch bereits aufgebaut, so geht es endlich ans Wichtigste: Die Tomaten! Das heißt, als erstes musst du dich für die Sorten entscheiden, die du dort anbauen möchtest.

Für das Tomaten Gewächshaus auf dem Balkon eignen sich kleinere Sorten optimal, also zum Beispiel Rispen- oder Cherry- bzw. Cocktaitomaten. Damit bekommst du auch auf einer kleineren Fläche einen guten Ertrag.

Unbedingt beachten solltest du die angegebene Wuchshöhe der Tomatenpflanzen. Viele Sorten können Größen von mehr als zwei Metern erreichen. Für ein eher raumsparendes Gewächshaus auf dem Balkon sind diese eher ungeeignet.

Wenn du noch nicht allzu geübt in der Tomatenanzucht bist, empfiehlt es sich zudem, auf resistente Sorten zu setzen. Sie sind widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten und ersparen dir somit möglicherweise manche unangenehme Überraschung.

Im Trend liegen außerdem alte Sorten. Auch sie sind oftmals resistenter als moderne Züchtungen. Letztendlich darfst du aber natürlich vor allem deinen persönlichen Tomatengeschmack entscheiden lassen.

Schritt #10 – Aussaat

Ab circa Mitte März kann mit der Aussaat im Balkongewächshaus begonnen werden, sofern die Temperaturen schon etwas milder sind. Die Samen sollten ungefähr fünf Millimeter tief eingesät und durchgehend feucht gehalten werden. Sobald die Pflanzen erste Keimblätter ausgebildet haben, können sie pikiert und in einzelne Töpfe gesetzt werden.

Die Temperatur für die Aufzucht der Jungpflanzen liegt bei rund 20 Grad am Tage und circa 16 Grad in der Nacht. Etwas Dünger kann hier nicht schaden, um das Wurzelwachstum zu stärken.

Sind die Temperaturen auf dem Balkon für die dortige Aussaat zu gering, kann dies auch auf der sonnigen Fensterbank geschehen. Später werden dann erst die Jungpflanzen direkt ins Gewächshaus gepflanzt.

Schritt #11 – Die Töpfe

Setzt du deine Jungpflanzen an ihren eigentlichen Bestimmungsort, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hat das Balkongewächshaus ein integriertes Beet, so nutzt du dieses natürlich. Ansonsten sind Töpfe die beste Wahl.

Sie sollten – abgestimmt auf die gewählten Sorten – auf jeden Fall eine ausreichende Größe haben.

Wichtig ist außerdem, dass sie über Löcher im Boden verfügen, damit das Wasser ablaufen kann, denn Staunässe vertragen Tomatenpflanzen nicht. Eine Schicht aus Kies und einem Flies unter der Pflanzerde kann das stetige Ablaufen fördern-

Es gibt auch hängende Tomatensorten. Hast du dich auch für solche Sorten entschieden, sind Blumenampeln geeignet oder Töpfe, die du auf die oberen Regale stellst, sofern dein Gewächshaus über entsprechende Regale oder Aufhängevorrichtungen verfügt.

Schritt #12 – Die Bewässerung

Wichtig für deine Tomaten im Balkongewächshaus ist eine ausreichende und vor allem gleichmäßige Bewässerung. Da die Pflanzen auf dem Balkon im Gewächshaus vor jeder Witterung – also auch vor Regen – geschützt sind, sind sie auf das manuelle Gießen angewiesen.

Gieße die Pflanzen immer direkt im Wurzelbereich und nie von oben, denn das fördert Krankheiten wie die Braunfäule. Achte außerdem vor allem nach der Ausbildung der Früchte auf gleichmäßige Wasserzufuhr, da sonst die Gefahr besteht, dass die Tomaten platzen.

Schritt #13 – Die Pflege

Auch wenn die Tomaten im Gewächshaus auf dem Balkon bestmöglich vor Regen, Sturm und Tieren optimal geschützt sind – von einer gewissen Pflege schützt dich das nicht. Die meisten Sorten müssen regelmäßig ausgegeizt werden. Das ist gerade bei dem begrenzten Platz hier besonders wichtig.

Achte auch immer auf möglichen Befall durch Schimmel, Krankheiten oder Schädlinge. Gerade in einem eher kleinen und feuchten Gewächshaus können diese sich sehr schnell ausbreiten und auf die anderen Pflanzen übertragen.

Tomaten sind sogenannte Starkzehrer und benötigen besonders viele Nährstoffe. Versorge deine Pflanzen daher regelmäßig und ausreichend mit passendem Dünger.

Claudia hat ihre Gartenleidenschaft erst spät erkannt, ist ihr dann aber umso mehr nachgegangen und hat durch viel Ausprobieren autodidaktisch viel gelernt. Eigenes Ausprobieren findet sie dabei wichtiger als strengen Regeln immer zu folgen. Während sie in ihrem Beruf als Redakteurin viel Zeit am Schreibtisch verbringt, geht es in jeder freien Minute in den Garten. Dort ist aus einem ursprünglichen Acker innerhalb von rund zehn Jahren ein naturnaher und abwechslungsreicher Garten entstanden. Neben zahlreichen Staudenbeeten, Bäumen und Topfpflanzen sind dort auch Gemüse, Obst und Wein angebaut.

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